Digitalisierung im Zahlungsverkehr

Digitalisierung im Zahlungsverkehr

(Quelle: Six Group)
6. Juni 2020 - Am 30. Juni 2020 stellt die Schweiz auf die QR-Rechnung um, was einen Innovationsschub für den hiesigen Finanzplatz und auch für KMU mit sich bringt. Doch was bedeutet die Einführung? Welche Neuerungen und Vorteile bringt die QR-Rechnung? Und was ist zu tun?
Von Pascal Born
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/06
Die Umstellung auf die QR-Rechnung hat schweiz­weite Bedeutung und betrifft Unternehmen, staatliche Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen genauso wie Privatpersonen. Sie ist wohl der bedeutendste Schritt in einer Reihe von Massnahmen, welche auf dem Schweizer Finanzplatz im Rahmen des neuen ISO-20022-Standards erfolgen, um den Zahlungsverkehr zu harmonisieren.

Die QR-Rechnung ist «der neue Einzahlungsschein». Dieser schafft die Grundlage, um die Abläufe im Schweizer Zahlungsverkehr nahtlos digital zu steuern. Für die rund 600’000 Unternehmen in der Schweiz verändert sich mit der Einführung aber nicht nur das Mittel selbst, sondern es bietet sich ihnen auch die Chance, mit einer entsprechenden Business Software ihre eigenen Geschäftsprozesse und ihr Zahlungswesen (weiter) zu digitalisieren.

Was bedeutet die Einführung der QR-Rechnung?

Die QR-Rechnung, die Abkürzung QR steht für Quick Response, markiert einen Meilenstein in der über hundertjährigen Geschichte des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Die Einführung des ersten Einzahlungsscheins erfolgte vor 114 Jahren. In den folgenden Jahrzehnten erlebte dieser immer wieder Anpassungen und es kamen neue hinzu. Per Ende Juni 2020 werden nun alle bisherigen sieben Einzahlungsscheine durch die QR-Rechnung abgelöst. Diese wurde im April 2017 erstmals von SIX vorgestellt und hätte ursprünglich 2018 eingeführt werden sollen. Nach einigen Modifikationen, wobei insbesondere die Möglichkeit der manuellen Bezahlung aufrechterhalten werden sollte, können Rechnungssteller nun ab dem 30. Juni 2020 erstmals QR-Rechnungen fakturieren und versenden. Handlungsbedarf besteht sowohl bei KMU, die ihr Rechnungswesen in einer Business Software organisiert haben, als auch bei denjenigen, die diese noch ohne Software verarbeiten.
 
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