Modulares Partysystem für Bastler
Quelle: Ikea

Gadget: Ikea Frekvens

Modulares Partysystem für Bastler

2. Mai 2020

     

Das schwedische Designunternehmen Teenage Engineering, hauptsächlich bekannt für Synthesizer, hat sich mit dem Möbelgiganten Ikea zusammengetan. Das Resultat: Frekvens, ein modulares Lautsprecher- und Lichtsystem für unterwegs oder zuhause. Bei der Zusammenarbeit stehen denn auch eindeutig Design und Spass im Zentrum. Angeboten wird eine ganze Reihe von Produkten, von einzelnen Leuchtmitteln bis hin zu Stand-alone-Lautsprechern und einem Subwoofer.

Um das Party-Set zu testen, hat uns Ikea die folgenden Module zu Verfügung gestellt:
- tragbarer Lautsprecher (10x20cm, Fr. 69.95)
- tragbarer Mini-Lautsprecher (6x10cm, Fr. 19.95)
- LED-Multibeleuchtung (Fr. 39.95)
- LED-Spot (Fr. 29.95)
- Frekvens-Zubehör-Set für LED-Spot (Fr. 19.95)


Weiter erhältlich sind wie bereits erwähnt auch ein Subwoofer (inklusive 10x20-Lautsprecher, 149 Franken) sowie verschiedenste Möbel und Designstücke, die aber nichts mit Ton oder Licht am Hut haben.

Lautsprecher und Ton

Das grösste uns zur Verfügung gestellte Modul ist eindeutig auch das spannendste: Ein tragbarer, erschwinglicher Lautsprecher, mit Schnittstellen, um weitere Module anzuschliessen. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen tragbaren Lautsprecher muss sich das Frekvens-­Modell bezüglich Klang nicht verstecken. Der Bass erreicht zwar keine besonders beeindruckend tiefen Frequenzen, doch der Klang hat etwas Warmes und der Lautsprecher lässt sich auch ziemlich laut aufdrehen, ohne zu scheppern. Mit Produkten von Sonos oder Bose kann er natürlich nicht mithalten, doch für den Preis bekommt man, was man erwarten darf und kann. Cool zudem: Sound lässt sich sowohl mittels 3,5-Millimeter-Kabel als auch via Bluetooth einspeisen, was beides ohne Probleme funktioniert. Zudem können auch mehrere Lautsprecher aneinandergehängt werden. Wer sich jetzt allerdings einen Stereo-­Modus erhofft, wird enttäuscht: Leider bleibt der Sound mono. Mono-Lautsprecher eignen sich jedoch hervorragend für Freiflächen und den Aussenbereich. Und die Dinger sehen auch einfach gut aus, besonders, weil man die Frontplatten mit anderen Farben (Rot und Gelb) austauschen kann.


Der Lautsprecher ist vollständig aus Plastik gefertigt. Das ist aber nicht unbedingt schlecht, sorgt der Kunststoff doch für geringes Gewicht. Leider besitzt der Speaker aber keinerlei IP-Zertifizierung, die ihm Widerstand gegen Regen oder Schmutz bescheinigen würde. Das ist daher enttäuschend, weil dem Frekvens-­Lautsprecher, sowohl mit als auch ohne Subwoofer, ein Traggriff beiliegt, den man irgendwo am Set anbringen kann und der es erlaubt, das System überallhin mitzutragen. Dazu braucht’s Batterien, die nicht im Lieferumfang enthalten, dafür aber bei Ikea erhältlich sind: Braunit für den Lautsprecher und Eneby für den Subwoofer.

Gestaltung und Design

Die Ästhetik von Teenage Engineering lässt sich wohl am besten mit dem Wort minimal ausdrücken. Das Erscheinungsbild und die Funktionalität aller Module erinnert etwas an Lego für Erwachsene. Es handelt sich ja auch buchstäblich um eine Sammlung von Objekten, die sich zusammenstecken lassen: Ikea und ­Teenage Engineering schaffen damit eine wohlige Nostalgie und erinnern an das Zusammenbauen von Bau-Sets in der Kindheit.


Das Zusammensetzen der einzelnen Module ist einfach und intuitiv – die Bedienungsanleitung wandert deshalb auch ziemlich schnell wieder zurück in die Packung. Alles was dazu gebraucht wird ist im Set enthalten: Sechskantschlüssel sowie einige Schrauben und Kunststoffteile, die die Blöcke zusammenhalten. Was die Farbpalette betrifft, so ist das Gesamtbild schwarz, ergänzt mit Farben, um wichtige Aspekte des Designs hervorzuheben: Rot und Gelb für Akzente und Blau für die Bluetooth-Taste.


Technik und Module

Mit dem 10x20-Zentimeter-Lautsprecher lassen sich via Bluetooth bis zu acht Geräte verbinden. Wer ein Set von Lautsprechern und Leuchten kombinieren möchten, kann insgesamt bis zu sieben davon zusammenfügen. Der Lautsprecher kann somit schlicht als superminimale schwarze Box genutzt werden, oder via Module zu einem Set aus Lichtern und Ton erweitert werden. Auf der Rückseite des Lautsprechers befinden sich die Audio-­Ein- und -Ausgänge sowie der Netz-/Pairing-Knopf. Als nettes Detail ist jeder davon von einer hellen Primärfarbe umgeben. Ausserdem gibt es AC-Ein- und Ausgänge, um die weiteren Module anzuschliessen.

Der tragbare und Batterie-betriebene Minilautsprecher für 20 Franken liefert derweil, ganz seiner Grösse geschuldet, genau den Klang, den man von einem Smartphone erwartet. Dafür sieht er grossartig aus und überzeugt mit durchdachtem Design. So ist etwa an der Rückseite eine Klammer angebracht, die sich herausnehmen und wenden lässt, so dass der Speaker auch aufgehängt oder etwa unterwegs an die Kleidung angebracht werden kann. Und auch der Drehregler für die Lautstärke (der etwas massiger auch beim grösseren Lautsprecher zum Einsatz kommt) sieht nicht nur gut aus, sondern besitzt auch eine gewisse Haptik, die sich super anfühlt. Soundmässig also ok, designmässig top.


Die Lichter reagieren derweil auf Klang und pulsieren so etwa zum Rhythmus der Musik. Dabei gibt es verschiedene Voreinstellungen, die allesamt unterschiedlich auf Geräusche reagieren. Der LED-Spot ist dimmbar und lässt sich so auch gut als einfache Raumbeleuchtung nutzen. Beide Lichtmodule erscheinen allerdings nur in einer Farbe: beim Spot ein eher warmes, gelbliches Licht, bei der LED-Multibeleuchtung erstrahlen die einzelnen Dioden leider nur in Weiss. Hier wäre etwas mehr Farbe doch wünschenswert. Die Zubehör-Elemente sind derweil farbig und hochwertig gefertigt. Mit den verschiedenen Elementen, die irgendwo an den Modulen platziert werden können, lässt sich etwa das Licht etwas dimmen oder das System dekorieren und nach den eigenen Vorlieben gestalten. Das ist ganz cool, und Teenage Engineering sowie die Community stellen online auch Blueprints zum 3D-Druck weiterer Module zur Verfügung. Wer also einen 3D-Drucker zuhause stehen hat, kann das Frekvens-System noch stärker individualisieren.

Quicktest

Das modulare Lautsprecher- und Lichterset von Ikea und Teenage Engineering macht schlicht und einfach Spass – vorausgesetzt, man ist bereit, sich die Mühe zu machen, ein eigenes Mini-Setup mit den verschiedenen Produkten der Produktreihe zu bauen. Für Bastler also definitiv zu empfehlen, wer einfach nur auf der Suche nach einem Bluetooth-­Lautsprecher ist, wird jedoch bessere Alternativen finden.

Info: Ikea


Wertung: 5.5 von 6 Sternen (swe)



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