Test Center – Home-Office-Equipment

Mit vier Zusatzgeräten zum (fast) perfekten Home Office

Mit vier Zusatzgeräten zum (fast) perfekten Home Office

(Quelle: Swiss IT Media)
2. Mai 2020 - Wenn die Home-Office-Realität plötzlich Notebook anstelle des grosszügig-ergonomischen Dual-Display-Setups inklusive Gesundheits-Maus im Büro heisst, muss man sich mit Extra-Hardware behelfen. Wir haben uns eine beinahe perfekte Home-Office-Umgebung zusammengestellt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/05
Wie der grosse Rest der Information Worker in der Schweiz (und im Rest der Welt) musste auch die Redaktion von «Swiss IT Magazine» im März den komfortablen Büroarbeitsplatz mit seinem Dual-Screen-Setup und den Ergonomie-Eingabegeräten gegen das Home Office eintauschen. Und Home Office bedeutet für die meisten von uns: arbeiten auf dem Notebook. Für einen halben Tag zwischendurch mag das okay sein, aber auf die Dauer ist ein Notebook ohne Zubehör weder der Produktivität noch der Gesundheit zuträglich. Und wer sich einmal an das Arbeiten auf zwei 24-Zoll-Bildschirmen gewöhnt hat, tut sich schwer, plötzlich nur noch mit einem 14-Zoll-Notebook-Screen auszukommen. Als dann Acer vor Monatsfrist den portablen 15,6-Zoll-Monitor PM161Q vorgestellt hat, der speziell für die Nutzung im Zusammenspiel mit dem Notebook konzipiert wurde, haben wir entschieden, dass es an der Zeit ist, das Home Office auf Vordermann zu bringen. Ein Dual-Screen-Setup mit dem neuen Acer-Display musste her, begleitet von anständigem Eingabe-Werkzeug, und nicht zuletzt wollten wir ein brauchbares, komfortables Headset, damit die Gesprächspartner anstelle der herumtollenden Kinder im Nebenzimmer zu hören sind. Bezüglich Maus und Tastatur wurden wir bei Klassenprimus Logitech fündig, von wo wir die Flaggschiff-Produkte MX Master 3 (Maus) sowie MX Keys Plus (Tastatur) orderten. Bezüglich Headset offerierte Oppo uns die True-Wireless-­Kopfhörer Enco Free. Und nicht zu vergessen: Um vom trauten Heim mit dem Rest der Welt in Verbindung zu bleiben, ist der Internet-Anschluss der Schlüssel – und hier waren wir bereits vor dem Home Office sehr zuverlässig im UPC Giganetz unterwegs. Was wir nun gemacht haben, ist, während ein paar Tagen regelmässig die Bandbreite zu messen, einfach um mal zu schauen, wie viel Durchsatz im Schnitt effektiv geliefert wird. So viel zur Ausgangslage respektive zum Setup.

Ein Zweit-Display auf Notebook-Augenhöhe

Der 15,6-Zoll-Full-HD-Zusatzmonitor von Acer. Unverständlich, warum die Bedienknöpfe links angebracht wurden, wo das Display in den meisten Fällen an dieser Kante ans Notebook anschliessen dürfte. (Quelle: Acer)
Beginnen wir mit dem portablen Monitor PM161Q, der – wie es sich für ein tragbares Konzept gehört – in einer weichen, Neopren-ähnlichen Schutzhülle mit Klettverschluss geliefert wird. Einmal ausgepackt, hält sich die Begeisterung jedoch in Grenzen. Viel Plastik, das gleichzeitig wenig hochwertig wirkt, ein relativ breiter Rahmen, auf der linken Seite fünf herausstehende Plastikknöpfe, und auf der Rückseite ein Standfuss aus Alu, der herausgeklappt werden kann – was allerdings recht schwerfällig und wenig flüssig geht. So ist man sich nicht sicher, ob es Einrastpunkte gibt oder der ganze Mechanismus einfach nur klemmt.

Im Lieferumfang dabei sind nebst Display und Hülle ein USB-C-Kabel sowie ein Netzteil mit Micro-USB-Kabel, um das Display mit Strom zu versorgen, wenn es zum Beispiel mit einem Smartphone verbunden ist. An das Notebook wird der Monitor derweil über USB-C-Kabel angeschlossen und bezieht darüber auch den Strom – das Netzteil ist also überflüssig. Allerdings ist USB-C die einzige Verbindungsmöglichkeit – sprich: Hat der Rechner keinen entsprechenden Anschluss, kann das Display nicht verwendet werden. Adapter oder dergleichen funktionieren nicht, und eine Alternative – zum Beispiel die Verbindung via HDMI – gibt es nicht. Ist man aber im Besitz eines Notebooks mit USB-C-Ausgang, kann das Acer-Zusatz-Display einmal angeschlossen sofort verwendet werden. Wie bei jedem Dual-Monitor-Setup kann dabei über die Anzeigeeinstellungen ausgewählt werden, ob der Desktop erweitert oder die Anzeige dupliziert werden soll.

Während die Begeisterung über den PM161Q-Monitor beim Initialeindruck aufgrund der eher billig wirkenden Verarbeitung eher mau war, weiss das Zweit-Display im Betrieb durchaus zu gefallen. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob ein herkömmliches Display mit Standfuss als Zweitmonitor ans Notebook gehängt wird oder ob man den portablen Acer-Monitor, der fast nahtlos ans Notebook-Display anschliesst, verwendet. «Fast nahtlos» übrigens deshalb, weil Acer es wie eingangs erwähnt schafft, die herausstehenden Bedienknöpfe auf der linken Seite des Displays anzubringen, während wohl 90 Prozent der Anwender das Zweit-Display rechts von der primären Anzeige aufstellen. So hat man einen Spalt von ein paar Millimetern und muss das Zweit-Display sogar ganz wegschieben, um an dessen Menü zu kommen. Was die Überlegung der Produktdesigner hierbei war, entzieht sich unserer Logik.

Qualitativ geht das Bild des PM161Q durchaus in Ordnung. Helligkeit und Kontrast sind mit 220 cd/m2 und 800:1 bereits auf dem Papier nicht überragend, was sich auch in der Realität widerspiegelt, und durch die Non-Glare-Oberfläche wirken Fotos zum Beispiel wenig brillant – dafür spiegelt nichts, und schliesslich schafft man sich ein solches Display kaum für die Bildbearbeitung an. Über das Menü des Geräts lassen sich die Helligkeit- und Kontrastwerte genauso wie die Farbwerte einstellen, ausserdem gibt es die üblichen Voreinstellungen wie Text, Video oder Spiel. Ebenfalls findet sich eine Einstellung namens Over Drive, zu der wir im Manual allerdings nichts finden – eine kurze Google-Suche offenbart, dass es diesbezüglich offenbar um die Reaktionsgeschwindigkeit geht. Einen Effekt konnten wir allerdings nicht feststellen. Grundsätzlich lässt sich zum Menü festhalten, dass die Bedienung über die vier Knöpfe an der rechten Seite keine Offenbarung ist, sodass man wohl selten irgendwelche Feinjustierungen vornehmen wird.

Erfreulich ist dafür die Darstellungsgeschwindigkeit. Wer (wie wir) damit rechnet, dass es bei Bewegtbildern in hoher Auflösung regelmässig ruckelt, da alle Daten durch das USB-C-Kabel fliessen, wird eines Besseren belehrt. Videos in Full HD – dies ist auch die maximale Auflösung, die das Display nativ unterstützt – werden frei von Rucklern abgespielt. Und selbst bei 4K-Videos muss man schon sehr genau hinschauen, um vereinzelte Verzögerungen in der Darstellung zu bemerken. Dasselbe gilt auch für Fenster, die aufs Zweit-Display gezogen oder dort vergrössert oder verkleinert werden – sieht alles gut aus, komfortables Arbeiten ist auf jeden Fall garantiert.
 
Seite 1 von 3

Kommentare

Dienstag, 23. Juni 2020 LogitechNutzer
Die Funktion der Daumentaste lässt sich in der zugehörigen Software anpassen. Schon bei der Vorgängermaus löste bei mir die Daumentaste die Funktion der Enter-Taste aus. Ich verwende die Daumentaste regelmässig und bin immer wieder froh über diese Taste.

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER