Coronavirus: Die meisten Beschäftigten wollen nach dem Lockdown mehr Home Office

Coronavirus: Die meisten Beschäftigten wollen nach dem Lockdown mehr Home Office

(Quelle: Pixabay)
23. April 2020 - Zurzeit arbeiten aufgrund der Coronavirus-Pandemie viele im Home Office. Eine Studie zeigt nun auf, dass die Heimarbeit an Popularität gewinnt und viele nach der Krise nicht mehr dauerhaft im Büro arbeiten möchten.
Eine im April 2020 in Deutschland durchgeführte Studie kommt zum Schluss, dass 41 Prozent der Beschäftigten aufgrund der Coronavirus-Krise von zu Hause aus arbeiten. Davon wurden fast 70 Prozent erst durch die aktuelle Situation von ihrem Unternehmen ins Home Office geschickt. Die Studie "Veränderung der Arbeitswelt durch Corona", die von Yougov im Auftrag des Sicherheitsherstellers Eset durchgeführt wurde, besagt auch, dass sich 68 Prozent der Befragten nach dem Lockdown eine Lockerung der Regelungen in Bezug auf die Heimarbeit wünschen. So wollen 29 Prozent der Beschäftigten nach der Krise mindestens einen Tag in der Woche von zu Hause arbeiten, während 31 Prozent flexibel entscheiden möchten, ob sie im Heimbüro oder an ihrem Arbeitsplatz im Unternehmen tätig sind. Nicht zuletzt können sich 8 Prozent der Mitarbeiter sogar ein Arbeitsleben ohne festen Arbeitsplatz im Firmengebäude vorstellen. Auf diese Bedürfnisse werden Unternehmen über kurz oder lang eingehen müssen und ihre Arbeitszeitmodelle anpassen.
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Studie: "Veränderung der Arbeitswelt durch Corona" (Quelle: Eset)
Studie: "Veränderung der Arbeitswelt durch Corona" (Quelle: Eset)
Studie: "Veränderung der Arbeitswelt durch Corona" (Quelle: Eset)
Studie: "Veränderung der Arbeitswelt durch Corona" (Quelle: Eset)

Problematisch ist das Home Office für viele Unternehmen jedoch in Bezug auf die Sicherheit. Aus der Studie geht nämlich auch hervor, dass nur 27 Prozent der Befragten von ihrem Arbeitgeber mit kompletter Technik und Verhaltensrichtlinien für die Arbeit im Home Office ausgestattet wurden. Ein Viertel hat keinen IT-Leitfaden bekommen, was es im Heimbüro zu beachten gilt. Rund 30 Prozent der Befragten wurden von ihrem Arbeitgeber nur ungenügend ausgestattet. Sie haben gar keine technische Ausstattung erhalten (16%) oder nutzen ihre privaten Geräte für berufliche Zwecke (14%).

"Die Corona-Krise hat die Digitalisierung in den Unternehmen beschleunigt und auch vielen Mitarbeitern ungewohnte Freiheiten in ihrer Arbeitswelt eingeräumt. Beim Thema IT-Sicherheit sehen wir bei Firmen noch einen gravierenden Nachholbedarf", erklärt Holger Suhl, Country Manager DACH bei Eset. "Nicht einmal jeder Dritte hat für die Arbeit in den heimischen vier Wänden eine volle technische Ausstattung und IT-Richtlinien von seinem Arbeitgeber erhalten, 14 Prozent nutzen für berufliche Zwecke ihre privaten Geräte – nicht nur aus Sicht der Datensicherheit ein GAU."

Für die Studie wurde eine Online-Umfrage durchgeführt, an der 2045 Personen im Zeitraum vom 07.04.2020 bis 09.04.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. (luc)

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