Start-up Event Token: Modulares Ökosystem für Eventveranstalter

Start-up Event Token: Modulares Ökosystem für Eventveranstalter

(Quelle: Event Token)
1. Februar 2020 - Das mobile Portemonnaie für Parties, Openairs, Festivals, Konzerte und alles andere – so lautet das Versprechen des Start-ups Event Token. Als Basis kommt dabei die Blockchain zum Einsatz, wodurch das Start-up vor allem für Vertrauen sorgen will.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/01
Cut out the middleman. So kurz und einfach bringt Nicolas Purpura, Gründer und Geschäftsführer von Event Token seine Geschäftsidee auf den Punkt. Die Mittelsmännern sind hier mitunter die Ticketing-Anbieter im Event-Bereich. Mit Event Token will Purpura die Kontrolle den Veranstaltern zurückgeben: Vom Bezahlsystem über das Ticketing bis hin zur On-site-Kommunikation und dem Community Engagement. Möglich werden soll das über eine auf Blockchain-basierende Whitelabel Mobile App, die als direkte Kommunikationsschnittstelle zwischen Veranstalter, Mitarbeiter, Subunternehmer, Sponsoren und natürlich den Besuchern dient, so der junge Gründer, der gleichzeitig noch mit einem Master in Informatik an der Universität Zürich beschäftigt ist. «Die Kernidee ist es, dieses Tool für alle Veranstalter zugänglich machen zu können», erklärt er. «Deshalb kostet die Integration bei uns effektiv null Franken.» Das setze einzig voraus, dass die Veranstalter respektive dessen Mitarbeiter bereits über Mobilgeräte verfügen. Ist das nicht der Fall, bietet Event Token ganz einfach einen Leihservice an. Als Zielgruppe werden dabei ganz klar die Veranstalter selbst ins Visier genommen. «Wir verfolgen da einen Top-Down-Ansatz», so Purpura.

Die zündende Idee

Entstanden ist die Idee aus einer früheren Tätigkeit von Purpura beim Unternehmen Verticom, wo er dabei half, Blockchain-Schulungen anzubieten. «Da hatte ich viele Berührungspunkte mit der Technologie und lernte ihre Vorteile, aber auch ihre Macken kennen», so der Gründer und ergänzt: «Die Nähe zur Event-Branche war durch meinen Partner Stefan Grosser gegeben, der ebenfalls bereits bei Verticom dabei war. Er brachte das Know-How und das Netzwerk der Eventbranche ein.»

Und dann plötzlich, im Frühsommer 2018, kam Purpura die Idee zu Event Token, was ihn, so Purpura, «tagelang kaum ansprechbar» machte. Das gesamte Konzept wurde dann in wenigen Tagen geschrieben und galt lange als roter Faden des Projekts. Schliesslich wurde die Idee durch einen Innosuisse Workshop respektive Wettbewerb in Fahrt gebracht, an dem Purpura im September 2018 teilnahm und die Jury von Event Token überzeugen konnte. «Von rund 130 Teilnehmern zählten wir zu den 5 Gewinnern, die über den Zeitraum von knapp 3 Monaten mit einem tollen Team und wöchentlichen Treffen mit Experten aus der Industrie am Projekt arbeiten durften», erinnert sich der Gründer.

Nach Abschluss des Workshops war das erforderliche Skillset vorhanden und ein solides Geschäftsmodell inklusive Businessplan lagen bereit zur Umsetzung. So richtig gezündet wurde das Projekt dann aber mit der Gründung im März 2019, die auch den Start der Entwicklung markierte. «Während laufenden Tests und kleineren Testveranstaltungen haben wir die Version 1.0 der Plattform dann schliesslich Ende September fertiggestellt», erinnert sich Purpura. «Die grösste Hürde war tatsächlich, unseren Performanceansprüchen bei der Transaktionsgeschwindigkeit gerecht zu werden und doch alles noch sicher über die Blockchain zu speichern.» Nun befände man sich mindestens auf Augenhöhe mit kontaktlosen Kartenzahlungen, was die Geschwindigkeit angeht. Dazu kämen die weiteren Vorteile der Plattform. Und inzwischen kann Event Token auch bereits einige erfolgreiche Events vorzeigen, darunter etwa das Herofest der Bernexpo. «Natürlich konnten wir daraus auch sehr viel lernen und sind bemüht, unsere Plattform stets zu verbessern», resümiert Purpura.
 
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