Software-Entwicklung in der Schweiz

Software-Entwicklung in der Schweiz

(Quelle: iStockphoto)
1. Februar 2020 - Von Jonas Felix, Christian Walter, Luca Cannellotto & Simon Wegmüller

Alle Welt spricht von Innovation und Digitalisierung. Dabei ist der Diskurs häufig geprägt von Marketing und dem kreativen Gebrauch von Adjektiven – gerne auch in Superlativen. Doch jenseits aller Hypes gibt es eine andere Realität: dort nämlich, wo konkret Lösungen entwickelt werden.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/01
Die Erfahrung lehrt uns, dass Software-Entwickler nicht selten eine andere Perspektive auf aktuelle IT-Themen haben. Dieser Blickwinkel ist wichtig, da die Coder selbst meist zu den treibenden Kräften für Innovation gehören und über spezifisches Know-how verfügen, das Nicht-Codern fremd ist.

Ein Beispiel ist die richtige Wahl und laufende Adaption von Programmiersprachen, Plattformen und Frameworks. Das mag für Nicht-Techies wie ein Detail erscheinen, ist aber zentral, um Entwickler zu finden, zu begeistern und zu halten. Denn gute Coder sind genauso schwer zu finden wie zu ersetzen – zu divers sind die Bereiche, Sprachen und Technologien.

Bedenkt man den allseits beklagten Fachkräftemangel, sollten Befragungen von Software-Entwicklern, wie sie hier beispielsweise vorliegt, für Unternehmen auch von grossem Interesse sein. Die Swiss Developer Survey hat das Ziel, die Sicht von Software-Entwicklern in der Schweiz zu zeigen. Gleichzeitig soll sie als Basis für einen vertieften Dialog mit der hiesigen IT-Community dienen.

Die Umfrage, an der fast 1000 Personen beteiligt waren, soll darüber hinaus ein Werkzeug sein, das einerseits den heimischen Besonderheiten Rechnung trägt und andererseits internationale Vergleiche zulässt. Die Entwicklung der Umfrage fand unter strikter Berücksichtigung guter Entwicklungsmethoden statt und ging durch mehrere Iterationen.


Programmier-, Scripting- und Markup-Sprachen

Aus der Umfrage geht klar hervor, dass die verwendeten Sprachen, Frameworks und Plattformen von zentraler Bedeutung für die Entwickler sind. Sie sind mit ausschlaggebend für Arbeitseifer, Zufriedenheit und Arbeitsplatzwahl. Folglich können Unternehmen profitieren, die diese Faktoren in die strategische Planung aufnehmen.

In der Umfrage werden 125 Sprachen genannt – eine beeindruckende Vielfalt! Ob einige ergänzte Sprachen nicht eher als Standard oder Framework gelten, kann man diskutieren. Wichtiger aber ist die Einsicht, dass Entwickler nicht einfach austauschbar sind. Selbst erfahrene Entwickler benötigen Zeit, um eine neue Sprache gut zu lernen.
In den Top 5 der am meisten verwendeten Sprachen finden sich vier, die von den meisten Entwicklern zusätzlich zu den Hauptsprachen wie Java, C# oder Python verwendet werden. Namentlich sind das HTML, SQL, CSS und Bash/Shell-Scripting. Egal, ob ein Entwickler primär Java, C# oder PHP entwickelt, sobald das Web im Spiel ist, kommt er an HTML/CSS nicht vorbei. Das Gleiche gilt bei Datenbanken: SQL kommt fast immer zum Zug.
 
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