Die Anforderungen an B2B-Shops

Die Anforderungen an B2B-Shops

(Quelle: Proseller/"Swiss IT Magazine")
7. Dezember 2019 - Im Unternehmensumfeld ist der Bereich E-Commerce noch bei weitem nicht so etabliert wie bei Privatkunden. Doch auch B2B-Kunden wollen zunehmend online einkaufen und haben entsprechende Anforderungen an B2B-Webshops. Welche Anforderungen das sind, wurde nun mittels Umfrage eruiert.
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/12
Wer für ein Unternehmen einkauft, tut dies nicht, weil er gerne shoppt, sondern weil die Beschaffung der benötigten Artikel Teil seiner täglichen Arbeit ist. Ganz egal, ob ein Unternehmen neue Arbeitsplätze einrichten möchte, Verbrauchsmaterial benötigt oder Ersatzteile für seinen Server-Raum braucht – das Ziel bleibt immer dasselbe: so schnell wie möglich das passende Produkt zu einem angemessenen oder sogar zum bestmöglichen Preis zu bekommen.

Dabei unterscheidet sich der B2B- kaum vom B2C-Kunden – er möchte jederzeit online stöbern oder sogar online bestellen. In der Realität sieht seine tägliche Arbeit allerdings oft noch so aus, dass er sich nach wie vor durch dicke Papierkataloge kämpft oder Excel-Listen durchforstet, um im Anschluss Artikelnummern auf Bestelllisten übertragen zu müssen. E-Commerce-Angebote sind im B2B-­Umfeld noch längst nicht die Regel, durchgängige digitale Einkaufsprozesse oft noch Wunschdenken.

Für einen gelungenen Beschaffungsprozess sind die drei Faktoren Erreichbarkeit, Geschwindigkeit der Lieferung und Komfort des Einkaufsprozesses wesentlich. Was aber bedeutet das heruntergebrochen auf E-Commerce und Digitalisierung im B2B-Umfeld? Dieser Frage ist Proseller, seines Zeichens Spezialist für Einkaufsplattformen und E-Commerce, in Zusammenarbeit mit "Swiss IT Magazine" nachgegangen. Mittels Umfrage wurde Einkäufern die Frage gestellt, welche Erfahrungen Unternehmenskunden mit B2B-Webshops gemacht haben und welche Erwartungen sie an diese E-Commerce-Plattformen haben. Von knapp 100 Teilnehmern sind dabei gegen 1500 Antworten zusammengekommen. Auf die wichtigsten Erkenntnisse wird nachfolgend eingegangen, wer Interesse an den Detailergebnissen hat, kann diese bei Proseller (info@proseller.ch) kostenlos anfordern.
Bevorzugt wird fürs Unternehmen online über einen Webshop eingekauft. Jeder Vierte bestellt aber nach wie vor via E-Mail, jeder Fünfte über einen Betreuer.
Wichtig ist für Einkäufer, im B2B-Webshop alle Produkte sowie deren Lagerbestände und allfällige Promotionen angezeigt zu bekommen.
Das wichtigste Kriterium bezüglich Warenkorb im B2B-Shop ist, dass dieser speicherbar sein sollte, um ihn bei wiederkehrenden Bestellungen wieder abrufen zu können.


Was wird wo eingekauft?

Die Umfrage hat gezeigt, dass heute bereits 92,3 Prozent der Einkäufer online respektive via Webshop Waren für ihr Unternehmen beschaffen. Jeder Vierte Umfrageteilnehmer hat angegeben, zusätzlich auch per E-Mail einzukaufen, und knapp 22 Prozent erledigen ihre B2B-Beschaffung teils auch über einen Betreuer, während rund jeder Zehnte dies noch telefonisch macht.

Auf die Frage, was überwiegend via B2B-Webshop eingekauft wird, antworteten 84,6 Prozent der Umfrageteilnehmer mit "Hardware", während 74,4 Prozent Zubehör/Verbrauchsmaterial online fürs Unternehmen einkaufen. Software nennen 44,9 Prozent, Büromaterial 38,5 Prozent.

89,7 Prozent der eingeloggten Benutzer im B2B-Webshop wünschen sich, dass alle Produkte sichtbar sind. Die Sichtbarkeit aktueller Lagerbestände wird von 80,8 Prozent erwartet, und 79,5 Prozent wollen aktuelle Promotionen angezeigt erhalten. Individuelle Preise werden von 74,4 Prozent verlangt, individuelle Lieferkonditionen von 59 Prozent. Wenig relevant hingegen scheint den Einkäufern zu sein, dass sie nur "ihre" Produkte respektive eine kundenindividuelle Produkteübersicht-/auswahl angezeigt bekommen. Und zum Thema Produktsuche haben 89,7 Prozent der Umfrageteilnehmer zu Protokoll gegeben, eine Volltextsuche zu bevorzugen, während der Kategorienbaum von 55,1 Prozent als bevorzugte Suchvariante genannt wurde. Nach Artikelnummern will ebenfalls gut die Hälfte der Einkäufer suchen können, und die Suche nach Attributen wird von 37,2 Prozent geschätzt.
 
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