"Digitalisierung heisst mitgestalten und agieren, statt nur zu reagieren"

"Digitalisierung heisst mitgestalten und agieren, statt nur zu reagieren"

2. September 2017 - Von Fridel Rickenbacher, Mitglied Redaktion swissICT, Mitbegründer und Partner MIT-GROUP

Wirtschaft, Politik und IT-Industrie müssen den Menschen gerade wegen künstlicher Intelligenz und lernender Maschinen auf dem digitalen Weg in die Industrie 4.0 und ­Aufklärung 4.0 ganz besonders im Fokus behalten und ihn aktiv mitgestalten lassen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/09
Fridel Rickenbacher interviewt jeden Monat für das swissICT Magazin spannende Interviewgäste, um über das Universum Industrie 4.0 / Digitalisierung / Transformation / digitale Gesellschaft zu sprechen. In dieser Ausgabe folgt nun ein Kommentar mit seinen Eindrücken aus Interviews und seinem Daily Business als Berater. Rickenbacher ist Mitbegründer, Partner, Geschäftsführer und Verwaltungsrat der MIT-GROUP, einem Totalunternehmen für "Empowering for the 4th Industrial Revolution" und Informations- und Kommunikationsmanagement. (Quelle: SwissICT)
Die Gesetze in der Schweiz befinden sich im Rahmen der Digitalisierungstests in einem relativ guten Zustand. Das hat sich in Gesprächen und einem Interview mit Eric Scheidegger vom SECO bestätigt (vgl. swissICT Magazin 06/2017). Die Unternehmen finden also Rahmenbedingungen vor, welche genügend Freiheiten anbieten, Innovationen zu entwickeln und sie erfolgreich auf den Markt zu bringen. Und auch für die Konsumenten und Privatpersonen wird etwas getan, beispielsweise mit dem neuen, nicht ganz unumstrittenen Datenschutzgesetz. Sie sollen künftig besser vor sogenannten "Datenkraken" oder "Plattform-Kapitalismus" geschützt werden.

Es fehlt aber nicht viel – und die Entwicklung kippt. Wird jetzt zu viel reguliert, dann kann es schnell ganz anders aussehen. Unternehmen wandern ab, weil es zu viele Regulierungen gibt. Innovationen würden ins Ausland verbannt. Das hat FDP-Präsidentin Petra Gössi im Interview mit dem swissICT Magazin vergangenen Herbst festgehalten. Wir müssen also Sorge tragen, dass künftige Vernehmlassungen und Gesetze die vielen adaptierbaren Innovationen und unsere Zukunft nicht ins Ausland verbannen. Die Schweiz ist ein Binnenland mit wenig Rohstoffen. Darum müssen wir schnellstmöglich in die Digitalisierung investieren.

Informationskompetenz als Challenge und Chance

Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler ist die Bildung: Im Rahmen von Forschung und Lehre (auch Lehrplan 21) und der sich weiter digitalisierenden Gesellschaft wird die Informationskompetenz weiter an Relevanz gewinnen. Ich bin überzeugt, dass demografische Herausforderungen durch Digitalisierung und Hilfsmittel wie das Internet, Apps, Tablets oder Smartphones / digitale Assistenten / Bots abgefedert werden können.

Richtig eingesetzt, kommen sie den Menschen zugute. Das gilt ganz speziell auch für künftige Weiterentwicklungen in den Bereichen von Smart Homes, IoT, Data Analytics, Machine Learning, Artificial Intelligence und vor allem der "Massive Interconnection". Dass dabei die Cyber Security einen noch wichtigeren Stellenwert erhält, liegt auf der Hand.
 
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