Nintendo Classic Mini

Konsolen-Klassiker neu aufgelegt

Die handliche Jubiläumsedition des Nintendo Entertainment System ist gelungen. (Quelle: Nintendo)

Konsolen-Klassiker neu aufgelegt

(Quelle: Nintendo)
4. Dezember 2016 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2016/12
Nintendo ist bekannt dafür, das Fundament seiner Produktepalette auf einige wenige Ikonen mit Wiedererkennungscharakter zu bauen. Nicht umsonst kennt ein Grossteil der Menschen auf diesem Planeten Super Mario. Nun hat der japanische Spielehersteller wieder tief in der Mottenkiste gewühlt und das Nintendo Entertainment System (NES) als geschrumpfte und technisch generalüberholte Jubiläumsedition wiederbelebt. Die graue Spielkonsole kam ursprünglich 1986 in Europa auf den Markt und war ein weltweiter Erfolg. Die neue Nintendo Classic Mini orientiert sich äusserlich am Vorgänger, ist aber viel kleiner und leichter und dadurch überaus handlich. Über ein HDMI-Kabel kann das System an einen Fernseher angeschlossen werden. Die beiden Gamepads sind ebenfalls den Originalen nachempfunden, verwenden aber einen speziellen USB-Anschluss und besitzen leider ein viel zu kurzes Kabel.

Im Gegensatz zum Original kommen die Spiele aufgrund der geringen Grös-
se der Nintendo Classic Mini nicht auf separaten Steckmodulen, sondern sind digital in einem Speicher abgelegt. Darin enthalten sind 30 der besten Spiele für das System, wie Super Mario Bros., The Legend of Zelda, Donkey Kong, Castlevania, Metroid oder Tecmo Bowl. Weitere Spiele lassen sich allerdings nicht auf der Konsole spielen, der Einschub für Steckmodule fehlt und damit auch eine Erweiterungsmöglichkeit. Da im Innern des Gehäuses nur eine Platine mit einem Betriebssystem ihren Dienst verrichtet, verwendet Nintendo für die Wiedergabe der Spiele einen Emulator, der die Funktionsweise des NES imitiert. Darüber hinaus finden sich aber auch zusätzliche Funktionen, die auf die modernisierte Hardware zugeschnitten sind. So kann man die Art der Bildausgabe ändern und auch einen CRT-Filter anwenden, um die Grafik aussehen zu lassen als würde man auf einem Röhrenfernseher spielen. Ebenfalls neu ist eine Funktion, die es erlaubt, den Spielstand jederzeit per Knopfdruck zu speichern.
Leider liegt in der Emulation des Originalsystems auch die grösste Schwäche der Nintendo Classic Mini. Während sich viele Spiele fast genauso verhalten, wie ihre Urahnen in den Steckmodulen, bekundet der Emulator bei gewissen Spielen Mühe, diese originalgetreu wiederzugeben. Die Folge davon sind Verzögerungen bei der Steuerung oder bei der Wiedergabe von Soundeffekten. Dennoch weiss das Gesamtpaket zu gefallen und versprüht eine gehörige Portion Nostalgie. Das Gerät ist auf Grund der riesigen Nachfrage zurzeit ausverkauft, Nintendo verspricht aber, pünktlich zu Weihnachten und auch im nächsten Jahr für Nachschub zu sorgen.

Wertung: 5 von 6 Punkten. (luc)

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