Gadget: Tomtom Vio

Premiere: Ein Navi für Rollerfahrer

Das Navi Tomtom Vio lässt sich über die Smartphone-App steuern. Hier kann man etwa angeben, wohin die nächste Reise gehen soll und dass man Autobahnen umfahren möchte. (Quelle: Tomtom)

Premiere: Ein Navi für Rollerfahrer

(Quelle: Tomtom)
1. Oktober 2016 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2016/10
Wenn ich bisher mit meiner Vespa unterwegs war, fühlte ich mich in alte Zeiten zurückversetzt. Bevor ich losfuhr, suchte ich den Weg heraus, den ich fahren würde und verinnerlichte ihn. Wusste ich vor einer Kreuzung trotzdem nicht mehr, welche Abzweigung die richtige war, fuhr ich rechts ran und schaute nach. Tomtom findet nun, dass auch Rollerfahrer den Schritt ins digitale Zeitalter wagen sollten – um via digitalem Hilfsmittel am Lenker schneller ans Ziel zu gelangen. An der diesjährigen IFA in Berlin hat der niederländische Navi-Hersteller Tomtom Vio vorgestellt, das gemäss eigenen Angaben weltweit erste Navigationsgerät, das speziell für Roller entwickelt wurde. «Swiss IT Magazine» hat das neue Gerät unter die Lupe genommen, das hierzulande für rund 200 Franken zu haben ist.

Läuft nur mit App

Optisch ähnelt das runde Navi einem Vespa-Rückspiegel und kann am Lenker oder am Rückspiegelarm befestigt werden. Das ist schnell getan, da neben einer Schritt-für-Schritt-Anleitung auch der benötigte Inbus mitgeliefert wird. Eine Silikonhülle ist zudem dabei – wahlweise in Mint, Blau, Weiss, Rosa, Rot, Gelb oder Schwarz, passend zur Farbe des eigenen Rollers. Der Haken: Das Navi läuft nicht eigenständig, sondern nur mit Smartphone-­App. Benötigt wird ein Smartphone mit der Android-Version 4.4 oder neuer oder mit der iOS-Version 9 oder neuer. Ist die App heruntergeladen, verbindet man das Navi via Bluetooth, erstellt ein Konto und lädt eine Karte herunter. Da es keine nur für die Schweiz gibt, wähle ich die Karte für den gesamten DACH-Raum, die 787,6 MB Speicher frisst. Praktisch ist, dass ich in der App einstellen kann, dass ich Autobahnen umfahren möchte und Adressen meiner gespeicherten Kontakte anwählen kann. Der in der App hinterlegte Heimatort und die letzten Ziele lassen sich ohne Smartphone direkt auf dem Navi anklicken. Dabei ist positiv zu erwähnen, dass sich das Touchdisplay auch mit Rollerhandschuhen bedienen lässt.

Die Farbe für die Navi-Karte stelle ich auf blau mit gelbem Pfeil ein, von mintfarben bis rosa wäre alles möglich. Das Navi gibt die geschätzte Ankunftszeit an und in wie vielen Metern ich abbiegen muss, alles gross und gut lesbar. Tomtom wirbt damit, dass sich Rollerfahrer via das Bluetooth-Audiosystem des Helms die Wegbeschreibung auch als Sprachanweisung anhören können. Damit sollte man zudem Anrufe entgegen können, die auf dem Navi eingeblendet werden. Da mich während meiner Testfahrt aber niemand anruft, mir ein moderner Bluetooth-­Helm fehlt und ich Rollerfahren auch ohne Telefonieren gefährlich genug finde, kann ich das nicht beurteilen.
 
Seite 1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Wie hiess im Märchen die Schwester von Hänsel?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER