Rechnungen bezahlen schwer gemacht

Rechnungen bezahlen schwer gemacht

11. Mai 2014 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/05
(Quelle: SITM)
Hallo. Die E-Rechnung, die Sie in Ihrem E-Banking-Portal erhalten haben, ist falsch. Bitte ignorieren Sie diese einfach. Ihre korrekte Rechnung erhalten Sie in Kürze via E-Banking. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und danken Ihnen für Ihr Verständnis.» Diese SMS habe ich am 31. März von Orange erhalten. Ich habe mir beim Lesen nicht viel gedacht. Ein paar Wochen zuvor wurde ich ja mit einem Brief darüber informiert, dass der Rechnungszyklus geändert wird. Und wie wir alle wissen, kann bei einem solchen (IT-)Projekt schnell einmal ein kleines Problem auftauchen.
Doch 14 Tage später liegt die falsche E-Rechnung immer noch in meinem Rechnungseingang. Die Zahlungsfrist rückt näher. Was soll ich nun tun? Doch bezahlen? Oder sie weiter ignorieren und im schlimmsten Fall gemahnt werden? Ich entscheide mich für letzteres und bekomme nur einen Tag später Recht: «Hallo. Bitte entschuldigen Sie die Verspätung Ihrer Rechnungen. Wir verlängern natürlich die Zahlungsfrist und teilen Ihnen so bald wie möglich mit, wann Sie Ihre Rechnungen erhalten. Danke für Ihr Verständnis. Ihr Orange Team.» Seitdem herrscht Funkstille.
Mittlerweile habe ich versucht, die E-Rechnung zu löschen beziehungsweise zurückzuweisen, was nicht funktioniert hat. Schuld daran ist aber nicht Orange, sondern meine Bank, die UBS. Deren E-Banking-Portal stürzt nämlich bei dieser Operation immer wieder ab. Auch bei anderen Funktionen taucht regelmässig ein «technischer Fehler» auf, was bedeutet, dass ich den Browser neu starten, mich neu einloggen, wieder das Rechnerli hervorzaubern und munter Zahlen eingeben muss. Ich frage mich, ob in der Jury, die die UBS für ihre neue E-Banking-Lösung mit dem Master of Swiss Web 2014 ausgezeichnet hat, auch Kunden der Bank gesessen sind. Optisch und von der Funktionsvielfalt her ist die neue Lösung top, das bestreite ich nicht, und die neue App ist Spitze – aber das neue Portal ist einfach deutlich fehleranfälliger als das alte, und das gefällt mir nicht.
Aber zurück zu Orange. Mein Mobilfunkprovider will anscheinend kein Geld mehr von mir – und nicht nur von mir, ich kenne noch ein paar andere Kunden, die auch schon ein Weilchen keine Rechnung mehr gesehen haben. Zudem machen in den Support-Foren zahlreiche weitere Orange-Kunden ihrem Ärger Luft. Zu unserem exklusiven Club gehören, wie Orange kürzlich gegenüber der «Handelszeitung» erklärt hat, 36’000 Personen.
 
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Kommentare

Dienstag, 12. August 2014 PC-John
... einmal ein paar Minuten Zeit nehmen, und den Orange-Service zu testen ... Da lachen ja die Hühner! Den Orange-Service kontaktieren innert nützlicher Zeit bei dieser Beschwerde-Flut? Absolut aussichtslos! Mindestens eine halbe Stunde in der Warteschleife von Orange ist angesagt, um dann automatisch abgehängt zu werden wegen Zeitüberschreitung, oder an eine andere Stelle eitergeleitet zu werden, wo man wieder mindestens eine halbe Stunde in der Warteschleife hängt. DAS ist derzeit die Wahrheit bei Orange. PC-John

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