1:28

1:28

7. Dezember 2013 - Von Alfred Breu
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/12
(Quelle: Swiss ICT Magazin)
Nun, die Diskussion um 1:12 ist glücklich abgewendet, diese Formel können wir vergessen. Nicht vergessen sollten wir 1:28. Bitte? Was?
Ganz einfach, dies ist eine Formel eines CIO: Bei der Applikationsentwicklung sei die Differenz zwischen einem sehr guten und einem schlechten Entwickler 1:28! Klingt unglaublich, aber ähnliche Aussagen sind auch von anderen zu hören. Gehen wir der Einfachheit von einem Jahressalär von CHF 120’000 für einen guten aus, müsste der schlechte eines von 4’000 haben … oder anders herum, was der Schlechte in sechs Wochen macht, schafft der sehr Gute in einem Tag!

Solche Beispiele könnte man auch in anderen Informatik-Bereichen zur Genüge finden. Beispielsweise im Betrieb. Würden hier die Prozesse automatisiert, wäre derselbe Effekt feststellbar.
Was ist die Lehre daraus? Nur sehr gute Leute anstellen und alle anderen entlassen? Leider geben 250 Universitäts-Informatikabgänger/-innen pro Jahr und 2’000 Informatik-Lehrabgänger/-innen im 180’000 Informatiker/innen zählenden Berufsfeld die faktische Bremse – umso mehr, als auch unter ihnen nicht alle zu den sehr guten zählen. Auch die Rekrutierung von Ausländer/-innen, über die übrigens demnächst an der Urne entschieden wird, bringt wenig Spielraum.
 
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