Beliebte, bewährte ERP-Anbieter

Beliebte, bewährte ERP-Anbieter

9. November 2013 - Von Eric Scherer

Die neue ERP-Zufriedenheitsstudie zeigt, dass im DACH-Raum die langjährigen Marktführer eine dominante Stellung haben, während andere Anbieter verschwunden sind.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/11
Vor zehn Jahren wurde das erste Mal die Studie «Anwenderzufriedenheit ERP/Business Software» durchgeführt. Was ursprünglich in der Schweiz mit gut 350 Teilnehmenden begann, hat sich in zehn Jahren zu einer globalen Studie mit weit über 1500 Teilnehmenden entwickelt. Die kurz «ERP-Z» genannte Studie ist dabei zu einem festen Bestandteil in der Agenda geworden.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die bereits mit der ersten Durchführung gewonnen wurde, war die Tatsache, dass eine solche Studie den Anwenderunternehmen Gehör verschafft und sich die Ergebnisse zum Teil deutlich von den Portfolios und Quadranten der grossen Analysten unterscheiden. Diese Erkenntnis gilt auch für die Durchführung im Jahr 2013: Der ERP-Markt ist viel bunter und breiter, als es die bekannten Portfolios beispielsweise einer Firma Gartner vermuten lassen. Die ursprüngliche Erkenntnis war damals wie heute: Es gibt jede Menge lokaler Player, die sich sehr gut gegen die sogenannten Global Player behaupten können und in der Summe den Markt letztlich dominieren. Gleichzeitig gibt es immer wieder Global Player, die zwar auf den Gartner-Quadranten auftauchen, im globalen ERP-Markt aber keine so grosse Rolle spielen. So fehlen auch in diesem Jahr Namen wie Oracle, QAD, Exact oder Epicor auf den Auswertungen von i2s. Dies liegt letztlich an mehreren eng verzahnten Tatsachen: Erstens gibt es keinen wirklich «globalen» ERP-Markt.
ERP-Märkte sind immer lokal und werden von lokalen ERP-Anbietern oder den lokalen Partnern von globalen Anbietern beherrscht. Zweitens ist der ERP-Markt ein Mittelstandsmarkt. Im Mittelstand finden sich die grossen Kundenzahlen, aber auch die gesamte Marktbreite. Und drittens dominiert der deutschsprachige Raum den globalen ERP-Markt. Der dritte Punkt geht häufig vergessen, da ein Land wie die Schweiz ja Teil dieses deutschsprachigen Marktes ist. Es gibt aber keine Wirtschafts- und Sprachregion auf der Welt, wo so viele Unternehmen in Relation zur Wirtschaftsleistung ERP-Systeme nutzen und gleichzeitig eine so umfangreiche und detaillierte Nutzung von ERP-Systemen auch bei kleineren Unternehmen erfolgt. Die Folge dieses Umstandes ist, dass im deutschsprachigen Raum sehr, sehr hohe Kundenerwartungen auf eine hervorragende Leistungsdichte treffen. Gleichzeitig gilt der deutschsprachige Raum in der Folge bei den nicht-deutschsprachigen Managern und Strategen von grossen ERP-Anbietern als kompliziert und pedantisch.
(Quelle: i2s research, 2013)
(Quelle: i2s research, 2013)

 
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