ICT-Traumberufe: Nachwuchs motivieren

ICT-Traumberufe: Nachwuchs motivieren

8. Juni 2013 - Von Alfred Breu
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/06
Informatik- und Mediamatik-Lehren sind begehrt. Über 2‘500 Jugendliche haben sich im letzten Jahr für eine ICT-Grundbildung entschieden. Dank dem Engagement von vielen Betrieben konnten in den letzten zwei Jahren mehr als 900 zusätzliche Lehrstellen geschaffen werden. Das ist sehr gut so.
Hier fällt vor allem der hohe Anteil KMU auf. IT-Firmen und Betriebe aus allen möglichen Berufsfeldern mit eigener IT engagieren sich zunehmend und bilden die künftigen Fachleute heran. Selbst in der Zweipersonen-IT wird ausgebildet!
Die Entwicklung ist doppelt erfreulich: Zum einen scheinen die Anstrengungen von ICT-Berufsbildung Schweiz zu greifen, zum andern ist die Zunahme von 13 Prozent an ICT-Lehrverhältnissen im Wettbewerb um die sinkende Zahl an Lehrabgängern/-innen ein starkes Ergebnis. Dies umso mehr, als parallel dazu die Gymnasialquote stetig steigt. Allerdings wirkt sich diese für die Informatik nicht besonders aus, haben doch letztes Jahr nur gerade rund 250 Absolventen/-innen an den Schweizer Universitäten und ETH/EPFL ein ICT-Studium abgeschlossen.
Hier soll nun angesetzt werden. Mit einer breit angelegten Kampagne soll der akademische Nachwuchs motiviert werden. Das ist das Ziel der Imagekampagne «Traumberufe-ICT.ch». Die Idee zur Kampagne wurde an einem Roundtable von ICT-Unternehmen und Vertretern der Hochschulen im Rahmen von eZürich geboren. «Die Branche ist sich einig: Wir müssen dringend etwas gegen den Fachkräftemangel unternehmen», so Andreas Kaelin, Präsident der Trägerschaft Traumberufe-ICT.ch. Hier können auch Sie sich engagieren, die Initiative unterstützen.
Vom 3. bis 6. Juli findet in Leipzig die Berufsweltmeisterschaft Worldskills statt. 39 Schweizerinnen und Schweizer in 37 Berufen werden dort gegen 1000 der besten Berufsleute aus 54 Nationen der ganzen Welt in 46 Berufen kämpfen. Jonas Wälter, Sharon Moll und Lukas Hubschmid vertreten drei Fachrichtungen der Schweizer Informatik. In der nächsten Ausgabe werden wir ausführlich darüber berichten, wie sie sich durchsetzen konnten. Zur Zeit bereiten sie sich fachlich und mental vor. Wir wünschen ihnen alles Beste – auch dass die erwarteten 200‘000 Besuchern im 4-tägigen Kampf sie nicht vom Erfolgspfad abbringen.

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