Werkzeuge für die Zusammenarbeit

Werkzeuge für die Zusammenarbeit

4. Mai 2013 - Von Dr. Pascal Sieber und Alfred Bertschinger

Heimarbeit heisst, auch im Team zusammenzuarbeiten, ohne physisch beim Team zu sein. Dazu gibt es Routinen und Hilfsmittel, die das Home Office unterstützen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/05
Die Mehrheit der arbeitstätigen Bevölkerung in modernen Industriestaaten können als Informationsarbeiter bezeichnet werden. Ihre Arbeit besteht aus Recherche sowie dem Erkennen und Bewerten von Informationen, die sie zu neuen Informationen zusammenfügen. Ein Kreditvertrag bei einer Bank, ein Marketing-Plan oder eine Anforderungsanalyse bestehen zum Beispiel aus solchen recherchierten, bewerteten und neu zusammengefügten Informationen. Informationsarbeiter können dank der Vernetzung von Computern von überall auf der Welt zusammenarbeiten, unter anderem auch aus dem Home Office. Im Unterschied zur physischen Arbeit, sind dabei aber neue Routinen und neue Hilfsmittel zu erlernen. Der folgende Artikel zeigt, welche Routinen und Hilfsmittel zu guter Zusammenarbeit in virtuellen Teams führen und damit die Heimarbeit unterstützen.
(Quelle: Dr. Pascal Sieber und Partners)
(Quelle: Dr. Pascal Sieber und Partners)


Das virtuelle Team

Viele Aufgaben lassen sich aufgrund ihrer Komplexität kaum mehr von einem Einzelnen erfüllen. Personen sind voneinander abhängig. Sie formieren sich zu virtuellen Teams rund um eine Aufgabe. Zur Erreichung ihres Ziels tauschen sie Informationen untereinander aus. Dazu nutzt das virtuelle Team neue Informations- und Kommunikationstechnologien in Form von Groupware oder E-Collaboration-Tools. Groupware verbessert die Informationslage, die Kommunikation und Koordination und unterstützt damit die Kooperation im Team.
Freilich verrichten nicht alle Team-Mitglieder genau dieselben Tätigkeiten, und gerade daran orientieren sich die Bedürfnisse nach Routinen und Hilfsmitteln. Man unterscheidet vier Typen von Informationsarbeitern:
-Experten arbeiten unabhängig mit wenig bis gar keiner Supervision. Sie erzeugen und wenden hochwertige Formen von Information und Wissen an.
-Transaktoren werden mit Informationen und Anweisungen versorgt. Sie erledigen klar definierte, meistens einfachere Aufgaben.
-Kollaboratoren dirigieren, koordinieren und delegieren die Arbeit. Dieser Typus steht immer im Kontakt mit seinem Team, Kunden oder Lieferanten. Zwar sind seine Ziele genau definiert, wie er diese erreicht, liegt aber oft in seinem Ermessen und seiner Verantwortung.
-Integratoren benutzen Informationen und Technologien, um zu erfahren, wann und wie eine bestimmte Aufgabe auszuführen ist. Ihre Berufsrolle ist strukturiert und basiert auf einem statischen aber organisationsübergreifenden Setting.
Die Zusammenarbeit von einzelnen Typen kann meistens mit spezifischen Hilfsmitteln gut unterstützt werden. Sollen jedoch all die unterschiedlichen Arbeitstypen zusammenarbeiten, spricht mach von E-Collaboration – der «Königsdiszplin» der computerunterstützten Zusammenarbeit. Sie stellt Herausforderungen an die Kommunikationsfähigkeit der Team-Mitglieder und an die Flexibilität der Hilfsmittel.
 
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