Das Start-up für Start-ups

Das Start-up für Start-ups

1. März 2013 - Incuray will als Inkubator Schweizer Start-ups helfen, ihre Lösungen auf den Markt zu bringen. Acht Projekte haben es bereits ins sogenannte Accelerator-Programm geschafft.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/03
160 Projektideen haben sich Max Meister, Mark Berger und Oliver Walzer (v.l.n.r) seit letztem Sommer bereits angehört. (Quelle: Icuray)
Zwischen Schweizer Start-ups und US-Start-ups gibt es einen wesentlichen Unterschied, meint Max Meister, einer der Co-Gründer von Incuray. «In der Schweiz wird ein Produkt erst dann lanciert, wenn es perfekt ist. In den USA hingegen gehen Jungunternehmen oft schon sehr früh auf den Markt los und schauen in einem strukturierten Prozess, wie die Kunden reagieren.» Erst danach werde das Produkt perfektioniert. Das Ziel von Incuray ist es nun, dieses Prinzip – man spricht dabei vom Lean-Start-up-Modell, entwickelt vom Silicon-Valley-Entrepreneur Eric Ries – soweit wie möglich auch auf die Schweiz zu adaptieren. «Incuray übernimmt dabei die Rolle des Inkubators», so Meister.

In dieser Rolle schauen sich die drei Incuray-Gründer Mark Berger, Max Meister und Oliver Walzer konkrete Projektideen von Jungunternehmern an. Sind sie von einem Vorhaben überzeugt, wird das Start-up in das sogenannte Accelerator-Programm (genannt Morpheus) von Incuray aufgenommen und mit ihm gearbeitet. Meister: «Wir helfen beispielsweise beim Erstellen eines Business-Plans und lehren die Jungunternehmer, wie man diesen bei potentiellen Investoren präsentiert. Ausserdem zeigen wir, wie man ein Produkt konzipiert und es baut.» Wichtig sei aber auch der Support bei Prozessen abseits des Kerngeschäfts. «Beispielsweise bieten wir den Start-ups hier im Zürcher Rocket Park einen Arbeitsplatz oder unterstützen sie in IT- oder Finanzangelegenheiten, etwa bei der Buchhaltung», erklärt Meister.
Drei Monate nach Aufnahme ins Accelerator-Programm soll das neue Unternehmen dann gegründet werden können und die Finanzierung sichergestellt sein, so das Ziel. In der Regel sei es so, dass Incuray selbst eine erste Finanzierungsrunde sicherstelle. Bei weiteren Finanzierungsrunden wird dann entschieden, ob weiterhin eigenes Geld eingeschossen oder Investoren an Bord geholt werden sollen – wobei Incuray hier mit Kontakten dienen kann. Geld zu finden sei allerdings in der Schweiz nicht ganz einfach. «Business Angels findet man hierzulande vereinzelt, aber Risikokapital ist schwierig aufzutreiben – vor allem im E-Commerce-Umfeld. Hier weichen wir dann oft nach Deutschland oder in die USA aus, wo die Affinität für solche Themen grösser ist.»
 
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