Online-Buchhalter trifft Briefversand 2.0

Online-Buchhalter trifft Briefversand 2.0

1. März 2013 - Die Buchhaltung und der monatliche Rechnungsversand sind mit viel Fleissarbeit verbunden. Zwei junge Schweizer Unternehmen nehmen einem diese Arbeit ab.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/03
Es ist Ende Monat, Zeit um Rechnungen zu bezahlen oder zu verschicken. Unzählige Briefe gilt es zu verpacken oder zu öffnen, haufenweise Belege zu verbuchen und abzulegen. Jedes KMU kann ein Lied davon singen. Auch Andreas Keller und Thomas Brändle kennen das Problem nur zu gut. Doch anstatt sich Monat für Monat zu ärgern, haben sie sich auf die Suche nach einer Lösung gemacht, die die Sache vereinfacht. Entstanden sind die beiden Unternehmen Pingen und Run my Accounts.
Pingen in Aktion: So verschickt Run my Accounts heute seine Rechnungen. (Quelle: Pingen)
Das Dashboard der Online-Buchhaltungslösung von Run my Accounts. (Quelle: Run my Accounts)


Geschäftskontakt führt zu Win-Win-Sitaution

Obwohl beide in der Schweiz zu Hause sind und ein gemeinsames Problem adressieren, kennen sich Keller und Brändle erst seit wenigen Monaten. Der Grund ist einfach: Ihre Lösungen setzen an zwei verschiedenen Punkten des Prozesses an. Pingen ist ein Online-Postversand, der Unternehmen wie auch Privatpersonen den Weg auf die Post und das
Drucken und Verpacken von Briefen und Rechnungen abnimmt. Run my Accounts bietet derweil einen Online-Buchführungs-Service.
Kennengelernt haben sich die beiden Jungunternehmer über einen gemeinsamen Partner, die im Jahr 2009 gegründete Schweizer Firma Lourens Systems des Pingen-CTOs Graem Lourens, Betreiber des Online-Dienstes Smallinvoice.com. Sie bietet das kostenlose Erstellen, Schreiben und Verwalten von Rechnungen und Offerten im Web an. «Einer unserer Kunden wollte Smallinvoice einbinden. Wir haben das getan und dabei Pingen kennenglernt», erinnert sich Thomas Brändle. Schnell wurde der Kontakt zu Andreas Keller hergestellt, und nur ein paar Tage später verschickten Brändle und sein Team testhalber bereits Briefe via den Online-Dienst.
Keine zwei Sekunden hat man sich laut Brändle überlegt, den Online-Briefversand zu testen: «Wir stellen monatlich rund 200 Rechnungen. Das war vor Pingen einmal im Monat ein riesiges Projekt, an dem wir schnell einmal zwei bis drei Stunden zu zweit oder zu dritt gesessen sind – Rechnungen ausdrucken, Einzahlungsscheine beilegen, verpacken, sortieren und auf die Post bringen. Alleine mit den Materialkosten und erst recht mit der Zeit, die dafür aufgewendet werden muss, haben wir die Kosten für Pingen locker wieder drin.» Ohnehin sind die Pingen-Preise seiner Ansicht nach «saugünstig». Für den Versand einer Rechnung – zwei Seiten A4, farbig, mit Einzahlungsschein – bezahlt Run my Accounts aktuell 1.70 Franken. «Ich würde auch 2 oder 3 Franken dafür bezahlen», meint Brändle, der von der Lösung mehr als angetan ist und auch die Druckqualität lobt.
Wie schafft es Pingen, so tiefe Preise anzubieten, die nur wenig über den Kosten für das Porto liegen? «Unser Unternehmen ist nur eine Schnittstelle und druckt und verpackt nicht selber. Dafür nutzen wir grosse und zertifizierte Druckzentren mit Lettershops, die entsprechende Strukturen haben», erklärt Andreas Keller. Die Preise seien so günstig, weil man mit grossen Volumen komme und entsprechend verhandeln könne, was für normale KMU unmöglich sei. «Und nur schon der Aufbau einer Schnittstelle in das Druckcenter kostet ein paar Tausend Franken», ergänzt der Pingen-Gründer, dessen Ziel ursprünglich sogar der komplett kostenlose, nur durch Werbung finanzierte Brief gewesen ist.
 
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