Exchange rüstet sich für die Cloud

Exchange rüstet sich für die Cloud

1. März 2013 - Von Urs Bertschy

Mit Exchange 2013 führt Microsoft einige interessante neuen Features ein, beispielsweise im Compliance-Bereich. Zudem gibt es mit Exchange Online eine Cloud-Variante.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/03
Im Rahmen des Office-2013-Launches, intern auch als Wave 15 bezeichnet, hat Microsoft parallel zu den Office-Clients und Office 365 auch die Produktivitätsserver Exchange, Sharepoint und Lync in überarbeiteten 2013er-Versionen lanciert. Neben den üblichen Abstimmungen auf die übrigen Office-Produkte (insbesondere Outlook 2013 und Sharepoint 2013) kommt Exchange 2013 mit Verbesserungen in der Architektur und einer vereinheitlichten Administration daher, welche vor allem die Kosten beim Betrieb und bei der benötigten Hardware reduzieren sollen. Unter dem Namen Exchange Online und als Teil von Office 365 gibt es den neuen Exchange Server in fast identischer Fassung auch in einer Cloud-Variante. Microsoft will Firmen damit den Umstieg in die Cloud erleichtern. Dazu wurde auch der Hybrid-Betrieb beider Exchange-Varianten verbessert, was unter anderem eine schrittweise Migration in beide Richtungen ermöglicht.
In der neuen, Web-basierten Administrationsumgebung wurden die Funktionen klar nach Aufgabengebiet strukturiert. (Quelle: Microsoft )
Policy Tips in Outlook 2013 helfen zu verhindern, dass sensitive Daten versehentlich an die Öffentlichkeit gelangen. (Quelle: Microsoft )
Outlook Web Access kommt neu im Metro-Look daher und bietet angepasste Benutzeroberflächen für Tablets und Smartphones. (Quelle: Microsoft )
Administratoren können zentral steuern, welche Outlook-Apps Benutzer verwenden dürfen. (Quelle: Microsoft )
(Quelle: Swiss IT Magazine)


Reduktion auf zwei Serverrollen

Die mit Exchange 2007 eingeführten fünf verschiedenen Serverrollen gehören mit dem 2013er-Release der Vergangenheit an. Neu gibt es nur noch die Rollen «Client Access» und «Mailbox». Wie der Name bereits vermuten lässt, ist erstere für alle Aufgaben zuständig, die den Zugriff von Clients auf die Exchange-Dienste betreffen. Dazu gehören Authentifizierung, Redirection und Proxy-Dienste. Die Mailbox-Rolle ist insbesondere für die Datenspeicherung und Transportaufgaben zuständig.
Die bisherige Aufteilung auf fünf Rollen hatte vor allem Performance-Gründe. Mit der stetig steigenden Leistung der Server-Hardware und einigen Optimierungen an der Exchange-Architektur – unter anderem wurde die Kommunikation zwischen den verschiedenen Exchange-Diensten vereinfacht – ist es nun möglich geworden, die Anzahl der Serverrollen zu reduzieren.
Eine gewichtige Änderung bringt die Client-Access-Rolle: Die Kommunikation zwischen Outlook-Clients und Exchange 2013 wird jetzt ausschliesslich via «RPC over HTTPS» abgewickelt. «RPC over TCP» wird nicht mehr unterstützt. Das soll laut Microsoft neben besserer Skalierbarkeit und Stabilität den Vorteil bringen, dass Änderungen am Server keinen Outlook-Neustart mehr erfordern. Outlook 2013 ist bereits für «RPC over HTTPS» gerüstet, Outlook 2007 und 2010 benötigen für den Betrieb mit Exchange 2013 einen entsprechenden Patch.
 
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