«Ein Lernender Informatikpraktiker ist eine ideale Ergänzung zur Ausbildung von Systemtechnikern»

«Ein Lernender Informatikpraktiker ist eine ideale Ergänzung zur Ausbildung von Systemtechnikern»

29. September 2012 - Der Informatik-Standort Schweiz wächst einerseits stark, anderseits zeichnet sich bis 2020 ein Mangel von rund 30‘000 Fachleuten ab. Das Thema betrifft auch die Schulen. Wir sprachen mit Theres Priebs, Leiterin IT Services am Bildungszentrum Zürichsee, und dem Lernenden Informatikpraktiker Florian Würtenberger.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/10
Theres Priebs, Sie sind Leiterin IT Services am Bildungszentrum Zürichsee. Wie würden Sie die Aufgaben der IT in der Schule skizzieren?
Die internen IT-Services betreuen das Informatik-Netzwerk des BZZ. Dieses Netzwerk verbindet die beiden Standorte Horgen und Stäfa und besteht aus über 400 Clientcomputern, etwa hälftig Notebooks und PC. Benutzt wird es von 1500 Lernenden in der Grundbildung und den Studierenden der Abteilung Weiterbildung. Das Herzstück des Netzwerks bilden die 50 Server (Grösstenteils virtualisiert).
Das Team der internen IT-Services setzt sich zusammen aus mir als Leiterin, einem festangestellten Systemtechniker (Lehrabschluss Sommer 2012), Florian Würtenberger im 2. Lehrjahr als Informatikpraktiker und zwei Lernenden Systemtechnik

Seit einem Jahr haben Sie Informatikpraktiker. Warum gerade dieses Berufsbild?
Im schulischen Umfeld gibt es eine grosse Anzahl von Anwendern und Clientcomputern. Wir können daher einen Informatikpraktiker gut einsetzen. Viele Aufgaben sind repetitiv und eignen sich daher für die Ausbildung eines Informatikpraktikers.
Kann ein Lernender hier helfen?
Florian hat sich rasch eingearbeitet und betreut die Hotline und die Lehrpersonen oder Lernenden, die direkt bei uns vorbeikommen. Dabei erkennt er rasch, ob er die Anfrage selber bearbeiten kann oder ob er einen Systemtechniker zuziehen muss.
Obwohl wir die meisten Service-Arbeiten über das Netzwerk machen, gibt es doch immer wieder Aufgaben in den Klassenräumen: zum Beispiel Geräte austauschen, Fehlersuche, Unterstützung von Lehrpersonen mit dem Einsatz von Multimedia-Geräten und dergleichen mehr.

Würden Sie anderen Schulen empfehlen, auch Informatikpraktiker anzustellen, resp. auszubilden?
Ein Lernender Informatikpraktiker kann die IT-Services an Schulen tatkräftig unterstützen und ist eine ideale Ergänzung zur Ausbildung von Systemtechnikern. Während bei den Systemtechnikern die Server und ihre Dienste im Vordergrund stehen, liegt der Schwerpunkt der Informatikpraktiker-Ausbildung bei der Unterstützung von Anwendern und der Betreuung und Installation von Clients und den Peripherie-Geräten.
 
Seite 1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER