Geschäftskontinuität nach Plan

Geschäftskontinuität nach Plan

3. Juni 2012 - von Sandra Adelberger

Für fast jedes Unternehmen ist eine schnelle Wieder-herstellung der IT-Systeme nach Ausfällen essentiell. Ein durchdachter Notfallplan kann dabei sehr hilfreich sein.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/06
Schon ein teilweiser Ausfall von produktiven Systemen kann zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Produktivität eines Unternehmens führen. Während die wirklichen wirtschaftlichen Folgen eines Desasters sich oft erst nach dem Vorfall beziffern lassen, lässt sich eines mit Gewissheit vorhersagen: Hektik, Stress und Druck – der vor allem auf dem zuständigen IT-Verantwortlichen lastet. Er kann jedoch wesentlich gelassener reagieren und einen kühlen Kopf bewahren, wenn ein entsprechendes Notfallkonzept zur Verfügung steht.
Die nachfolgenden Punkte sollen einen kurzen Überblick bieten, welche Aspekte und Überlegungen für einen Disaster-Recovery-Plan Sinn machen oder – je nach eigenem Bedarf im Unternehmen – noch weiter vertieft werden können.

1. Analyse der Geschäftsprozesse

In einem ersten Schritt sollte der Geltungsbereich des Notfall-Managements festgelegt werden. Hier sind zunächst alle Geschäftsprozesse zu identifizieren, die für das Unternehmen von essentieller Bedeutung sind. Bei den dabei zugrundeliegenden IT-Systemen hat das Unternehmen einen klaren Vorteil, wenn nach einem Schadensereignis sämtliche Daten inklusive Betriebssystem, Applikationen und Anwenderdaten in möglichst kurzer Zeit wieder komplett herstellbar sind.

2. Risikoanalyse und Berechnung der finanziellen Auswirkungen
Für jeden Geschäftsprozess, der als unternehmenskritisch identifiziert wurde, kann sich eine Risikoanalyse als sinnvoll erweisen. Das heisst, es muss zum einen bestimmt werden, welche Gefahren und Bedrohungen vorhanden sind. Zum anderen sollten nach Möglichkeit und erforderlicher Detailtiefe die Kosten quantifiziert werden, die Ausfallzeiten nach sich ziehen. Auf dieser Basis kann entschieden werden, welche Gegenmassnahmen in welchem Umfang zu treffen sind.

3. Definition von Verantwortlichkeiten
Auch auf der organisatorischen Ebene gilt es, erforderliche Massnahmen für ein effizientes Disaster Recovery zu treffen. Dabei werden alle Verantwortlichkeiten und Prozesse definiert, die eine effiziente Steuerung und Überwachung des Notfall-Managements sicherstellen. So kann in vielen Unternehmen eine Regelung über die Erreichbarkeit und Verfügbarkeit von Mitarbeitern Sinn machen, die mit dem Notfallplan vertraut sind und im Ernstfall notwendige Schritte einleiten können. Auch Überlegungen für regelmässige Schulungen können sinnvoll sein.
 
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