SLA in Public und Private Clouds

SLA in Public und Private Clouds

1. April 2012 - von Wolfgang Schmidt

Beim Entscheid für einen Cloud-Service gibt es einiges zu beachten, hinsichtlich Verfügbarkeit und Datensicherheit, aber auch in Bezug auf einen allfälligen, späteren Wechsel.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/04
Auf dem Weg in die Cloud stellt sich den Unternehmen aus Sicherheitssicht, wie wir bereits erfahren haben, eine Reihe wichtiger Fragen. Dabei geht es unter anderem auch um Service Level Agreements (SLA) sowie die Interoperabilität zwischen verschiedenen Cloud-Anbietern. Auf welche SLA ein IT-Verantwortlicher beim Abschluss eines Cloud-Vertrags bestehen sollte – etwa hinsichtlich der Dienstgüte, Verfügbarkeit und Datensicherheit –, hängt stark von der Art des Cloud-Vertrags ab.
Geht es um eine Verlagerung interner Workloads in die Cloud, muss der Kunde hinsichtlich Verfügbarkeit und Datensicherheit die gleichen SLA garantiert bekommen wie bisher bei der Bereitstellung durch den internen Provider. Soll ein neuer Service zusätzlich zu den internen Services genutzt werden, kommt es ganz auf die Anforderungen der Fachbereiche im Unternehmen an. Benötigt zum Beispiel die Vertriebsabteilung bei Nutzung eines CRM-Services bestimmte garantierte Verfügbarkeiten, müssen diese mit dem Cloud-Anbieter verhandelt werden. In den Service Levels gilt es dann zu definieren, ob Verfügbarkeiten zum Beispiel auch ausserhalb der üblichen Bürozeiten gegeben sein müssen. SLA zu Datensicherheit und Datensicherungsmassnahmen hängen wiederum ganz von der Art der zu bearbeitenden Daten ab.
Dies berührt auch die Entscheidung zwischen Public und Private Cloud. Bei ersterer hängt die Ausgestaltung der SLA stark davon ob, ob es um die Verlagerung bestehender oder die Nutzung neuer, zusätzlicher Services gilt. Was die Security angeht, müssen in Public Clouds natürlich grundsätzlich höhere Massstäbe angesetzt werden, als wenn ein Unternehmen Dienste in eine Private Cloud auslagert. Der letztere Fall versetzt ein Unternehmen in die Lage, seine bisherigen internen Service Level noch zu optimieren und auf die neuen technischen Möglichkeiten abzustimmen – zum Beispiel die in der Private Cloud mögliche Automatisierung von Provisioning-Vorgängen in den internen SL abzubilden und so dafür zu sorgen, dass die IT die Geschäftsanforderungen noch besser erfüllt als zuvor.
 
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