Mitarbeiterwissen auslagern

Mitarbeiterwissen auslagern

1. April 2012 - Von Dennis Otto

Durch Crowdsourcing mit Mitarbeitern können Unternehmen globales Fachwissen effizient bündeln und die Kosten reduzieren. Es gibt aber auch kritische Stimmen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/04
«Bei Crowdsourcing mit Mitarbeitern steht am Ende eine Zahl, die alle Meinungen auf den Punkt bringt.» Aleksandar Ivanov, Gründer, Crowdworx (Quelle: Crowdworx)
Als Crowdsourcing bezeichnet man im klassischen Sinne die Auslagerung von Aufgaben aus dem Unternehmen an eine Gruppe von Internetnutzern, welche verschiedene Probleme löst, Dienst-leistungen erbringt oder neue Ideen ent­wickelt. Crowdsourcing ist demnach eine interaktive Form der Leistungserbringung, die eine grosse Anzahl von Menschen mit unterschiedlichen Wissensständen einbezieht. Einige Stimmen kritisieren Crowdsourcing. Aus Sicht der Kritiker verdrängt das neue Prinzip der Arbeitsverteilung Mitarbeiter und nimmt ihnen die Arbeit weg.
Diese Befürchtungen könnten bald Realität werden: So plant IBM laut mehrerer Presseberichte einen massiven Umbau der Unternehmensstruktur. Demnach will IBM bis zu 75 Prozent seiner knapp 400’000 Beschäftigten entlassen, um sie anschliessend als Leiharbeiter wieder einzustellen. In Deutschland wären laut «Spiegel Online» bis zu 8000 IBM-Mitarbeiter betroffen.
Mit einer sogenannten Cloud will IBM zukünftig Projektarbeit ausschreiben und Fachkräfte aufgrund ihrer Bewertungen aus vergangenen Jobs akquirieren. Damit könnte der blaue Riese seine ehemaligen Mitarbeiter rein nach Bedarf nutzen. Sozialleistungen würden für IBM nicht mehr anfallen. Ziel von IBM ist dementsprechend eine deutliche Senkung der Personalfixkosten, um so den Gewinn pro Aktie zu steigern. Das «Handelsblatt» zitiert aus einem Schreiben des Konzerns: «Wir richten unser Geschäft ständig innovativ und wettbewerbsfähig aus.»
 
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