IT-Kosten in Kooperation mit den Anwendern senken

IT-Kosten in Kooperation mit den Anwendern senken

6. November 2011 - von Michael Busch

Es sind Anzeichen feststellbar, dass die Wirtschaft vor einer Abschwächung steht. Als Folge davon werden CIOs ihre IT-Budgets hinterfragen müssen. In der Praxis kann man ganz diverse Wege beobachten, wie die IT-Kosten reduziert werden.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/11
Der einfachste Ansatz ist, alle Budgetpositionen linear zu kürzen. Dies ist eine schnelle Lösung und leicht umzusetzen. Diese Methode birgt nur das Risiko, dass wesentliche IT-Services in Mitleidenschaft gezogen werden und so das Business durch die Kürzungsmassnahme empfindlich getroffen wird. Des Weiteren kann man häufig beobachten, dass die Kosten in der IT zwar fallen, aber Kompensationsleistungen an anderer Stelle im Unternehmen aufgebaut werden, so dass insgesamt keine Einsparung für das Unternehmen herausschaut. Der nächste Ansatz ist, die Ausgaben für externe Dienstleister zu kürzen oder ganz einzustellen. Dieses Vorgehen bedingt, dass man die IT-Services intern erbringt und Dienstleister nur noch einsetzt, um gezielt Aufgaben zu übernehmen. Bei dieser Methode sind die Risiken nicht generell zu beschreiben, da sie davon abhängen, ob Business relevante IT-Services durch diese Kosteneinsparungen betroffen sind. Bei IT-Organisationen, welche Business kritische Systeme durch externe Mitarbeiter betreiben lassen, kann diese Art von Kosteneinsparungen signifikante Auswirkungen haben.

Know-how-Übernahme sicherstellen

Werden diese Art von Systemen nur von internen Mitarbeitern betrieben, sind die Auswirkungen auf das Business deutlich geringer. Die Business relevanten Service können uneingeschränkt weiter erbracht werden, doch ist der Ausbau von Kompensationsleistungen an anderer Stelle im Unternehmen zu unterbinden. Des Weiteren ist sicherzustellen, dass das Know-how vollständig übernommen werden kann, welches durch die externen Mitarbeiter bereitgestellt wird. Geht dieses verloren, muss es später wieder aufwändig aufgebaut werden. Es gab Zeiten, da schien der Full-Outsourcing-Ansatz das geeignete Konzept, um die IT-Kosten zu senken. In vielen Fällen hat sich dies aber nicht bewahrheitet oder der IT-Service erfüllte nicht mehr die Anforderungen des Business. Die Praxis zeigte, dass in vielen Fällen nur ein Teil der Leistungen in den Verträgen erfasst war. Zusätzliche Leistungen des Providers mussten separat bezahlt werden. Waren alle Leistungen erfasst, dann war die IT-Organisation, welche die Services nach aussen gegeben hat, oft nicht in der Lage, die Outsourcing-Organisation effektiv zu steuern. Die zu beobachtende Tendenz, die IT-Services wieder in das Unternehmen zu holen beziehungsweise nur noch selektiv nach aussen zu vergeben, ist die Konsequenz aus diesen Erfahrungen der Unternehmen.
 
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