Nutzererlebnis-Analysen im Web

Nutzererlebnis-Analysen im Web

6. November 2011 - Von Christian Bennefeld

Mouse-Tracking-Lösungen ermöglichen eine professionelle Nutzererlebnis-Forschung und helfen Website-Betreibern, die Benutzerfreundlichkeit ihrer Internet-Präsenz zu erhöhen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/11
(Quelle: Etracker)
Eine gute Usability ist für Websites ein entscheidender Erfolgsfaktor: Während sich ein benutzerfreundlich gestalteter Shop im E-Commerce positiv auf Konversionsraten, Warenkorbgrössen und Umsätze auswirkt, profitieren auch Website-Betreiber im B2B-Umfeld, die vor allem informieren oder Kontakte knüpfen wollen, von einer klar und verständlich strukturierten Online-Plattform. Kontinuierliche Web-Analyse liefert wichtige Anhaltspunkte, um das Surf-erlebnis auf einer Website zu verbessern. Wollen Website-Betreiber jedoch nutzerzentrischer vorgehen, müssen sie noch tiefer in die User-Experience-Analyse einsteigen. Bislang war dies in der Regel gleichbedeutend mit dem Gang in ein teures Usability-Labor – bislang. Inzwischen gibt es leistungsfähige Mouse-Tracking-Lösungen auf dem Markt, die auch bei kleinen Budgets professionelle Nutzererlebnis-Forschung ermöglichen und unter anderem bei der Optimierung von Webformularen äusserst hilfreich sind.


Web Analytics ist heute unabdingbar, um die Benutzerfreundlichkeit eines Online-Auftritts zu analysieren und die Website kontinuierlich zu verbessern. Durch Web-Analyse weiss ein Betreiber, an welchen Stellen seiner Internet-Präsenz Verbesserungsbedarf besteht – sei es ein Schritt im Bestellprozess, an dem viele Besucher abbrechen, oder die Zielseite (Landing Page) einer Kampagne, die eine hohe Absprungrate (Bounce Rate) verzeichnet. Was der Website-Betreiber durch klassische Web-Analyse jedoch nicht kennt, sind die genauen Gründe für diese Probleme. Darüber muss er vielmehr Hypothesen aufstellen, seine Website entsprechend verändern und dann untersuchen, ob sich tatsächlich eine Besserung, etwa eine Verringerung der Abbruchquote, eingestellt hat. Diese Trial-and-Error-Prozedur muss ein Website-Betreiber so lange durchführen, bis er die genauen Ursachen für ein bestimmtes Problem entschlüsselt hat. Sein Ziel erreicht er mit diesem Vorgehen zwar, es kostet allerdings viel Zeit und Geld.
(Quelle: Etracker)
Mouse-Tracking-Lösungen zeigen Webseiten-Betreibern auf, welche Bereiche sich User auf einer Site anschauen, bevor sie sich beispielsweise zum Kauf entscheiden. (Quelle: Etracker)
(Quelle: Etracker)
Die Analyse von Formfeldern schafft beim Webseiten-Betreiber unter anderem Klarheit darüber, bei welchem Feld die meisten Besucher abspringen. (Quelle: Etracker)
(Quelle: Etracker)


Nachteile von Usability-Labs

Will ein Website-Betreiber zielgerichteter und nutzerzentrischer vorgehen, muss er zusätzlich zur Web-Analyse das Nutzererlebnis seiner Besucher analysieren. Bislang gab es für Unternehmen in diesem Fall nur eine Option, und die führte sie in der Regel in sogenannte Usability-Labs. Hier erhalten die Probanden eine spezielle Aufgabe, beispielsweise den Kauf eines Produkts auf der Kunden-Website, und ihre Vorgehensweise wird mithilfe verschiedener Methoden erfasst. Prinzipiell sind Usability-Labs eine sehr gute Möglichkeit, die Bedienbarkeit von einzelnen Webseiten zu analysieren. Es gibt allerdings auch einige Nachteile wie die künstliche Laborsituation, die Tatsache, dass es sich bei den Probanden nicht um natürliche Nutzer in ihrer gewohnten Umgebung handelt, oder das eingeschränkte Szenario mit kleinen Probandengruppen. Angesichts der hohen Kosten und des Zeitaufwands sind Usability-Labs zudem meist nur grossen Unternehmen vorbehalten.
 
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