Mangelware Nachwuchs

Mangelware Nachwuchs

6. November 2011 - Mehr als die Hälfte aller Schweizer Software-Hersteller bilden heute IT-Nachwuchs aus. Dabei haben sie mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/11
(Quelle: SITM)
Der Fachkräftemangel in der Schweizer IT-Branche ist in aller Munde und verschont auch die Schweizer Software-Hersteller nicht. Doch was tut die Branche dagegen? Bilden die Schweizer Software-Häuser alle Fachkräfte aus? Genau dieser Frage ging Swiss Made Software nach. Von Frühling bis Herbst sammelte das Label im Rahmen einer Online-Umfrage bei seinen Mitgliedern Informationen zur Anzahl der Ausbildungsplätze. Zudem wurde auch nach der Art der Ausbildungen und weiteren Angeboten wie Praktika-Plätzen gefragt. Insgesamt haben sich an der Umfrage von Swiss Made Software 49 Schweizer Software-Hersteller beteiligt. Einige davon wollten anonym bleiben, die Angaben der übrigen Unternehmen finden sich auf der folgenden Seite.
Marktübersicht
In unserer Marktübersicht finden Sie die Ausbildungsangebote der Schweizer Software-Hersteller.

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Wenig Wachstum in Sicht

Das Ergebnis der Umfrage ist erfreulich: Mehr als die Hälfte aller Teilnehmer (28) bieten heute Lehrstellen an und in fast allen Unternehmen (39) können heute Praktika absolviert werden. Fast ebenso viele Betriebe offerieren die Begleitung von Diplomarbeiten (35).

Was auf den ersten Blick etwas ernüchternd klingt, ist die Zahl der Unternehmen (17 von 49), die planen, mehr Lehrstellen zu schaffen – was ja dringend nötig wäre. Dies lässt sich aber begründen: Viele Schweizer Software-Hersteller sind schlicht zu klein, um mehr oder überhaupt Lernende auszubilden. Laut Opacc Software ist der Aufwand für eine richtige, fachgerechte Lehrlingsbetreuung nämlich gross. Andere Unternehmen wie Mimacom kämpfen mit vielen Auflagen, die es angeblich im Bereich der Ausbildung gibt – gerade für kleine Betriebe. Viele andere, kleine Hersteller stehen ausserdem vor dem Problem, dass ihre besten Fachkräfte und Spezialisten, von denen die Lernenden am meisten profitieren könnten, häufig bei Kunden vor Ort und in wichtige, zeitkritische Projekte involviert sind, was die Betreuung der Auszubildenden damit erheblich erschwert.
 
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