Google zeigt Zukunft von Android
Quelle: Google

Google zeigt Zukunft von Android

Google hat einen ersten Blick auf die kommenden Android-Versionen 3.1 sowie "Ice Cream Sandwich" gewährt und einen neuen Filmverleih für den Android-Market vorgestellt. Zudem startet man eine Initiative, mit der man gegen die zunehmende Fragmentierung des Systems vorgehen will.
11. Mai 2011

     

Google hat gestern anlässlich der Eröffnungs-Keynote seiner Entwicklerkonferenz I/O zwei neue Versionen seines mobilen Betriebssystems Android vorgestellt. Mit Android 3.1 veröffentlicht der Suchmaschinenriese in den nächsten Tagen ein erstes Update für alle "Honeycomb"-Tablets. Es beinhaltet zahlreiche kleinere Neuerungen. Überarbeitet wurden beispielsweise die Homescreen-Widgets, die künftig in ihrer Grösse angepasst werden können. Ausserdem erlaubt Version 3.1 nun das Anschliessen und Benutzen von USB-Geräten wie Tastaturen, Spielecontrollern und Kameras.


Android 3.1 soll jedoch nicht nur für Tablets, sondern auch für Google TV veröffentlicht werden und so den Android Market so in Googles TV-Dienst integrieren. Dafür hat Google den Onlineshop um eine neue Rubrik erweitert: Neu können im Android Market nämlich auch Filme heruntergeladen werden. Google spricht von mehreren tausend Filmen die ab 1,99 Dollar für 30 Tage ausgeliehen werden können. Auch alle Nicht-Tablet- oder Google-TV-Besitzer sollen davon profitieren können: Das Unternehmen will in den kommenden Wochen ein Update für Geräte mit Android 2.2 oder neuer veröffentlichen.
Im Herbst soll laut Google dann die nächste grosse, neue Version von Android erscheinen, die derzeit unter dem Codenamen "Ice Cream Sandwich" entwickelt wird und auf "Honeycomb" aufbaut. Die neue Betriebssystemversion soll die derzeit unterschiedlichen Editionen für Smartphones, Tablets und weitere Geräte wieder zusammenführen und viele neue Schnittstellen und Funktionen enthalten. Viel mehr verriet Google zum "Ice Cream Sandwich" ansonsten nicht.


Dafür stellte Google neben der kommenden, universalen Android-Version eine weitere Massnahme vor, mit der man gegen die derzeit starke Fragmentierung der Plattform vorgehen will. Zusammen mit Herstellern und Mobilfunkanbietern wie HTC, Samsung, Sony Ericsson, LG und Motorola sowie Verizon, Vodafone, AT&T, T-Mobile und Sprint, die zum Start mit dabei sind, will Google in Zukunft sicherstellen, dass alle Android-Geräte mindestens 18 Monate lang auf die neueste Android-Version aktualisiert werden können – natürlich aber nur solange die Hardware das auch erlaube… Weitere Details dazu sollen demnächst folgen. (mv)


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