Local.ch: Aus drei mach eins

Local.ch: Aus drei mach eins

6. Februar 2011 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/01
So präsentieren sich die Produkte von Local.ch heute: Print- und Webprodukte aus einem Guss.
Dass sich die digitale Welt zusehends in der realen ausbreitet, kann man gut am Schweizer Telefonbuch sehen. Auf der neuesten Ausgabe prangt gross das Logo von Local.ch. Diese optische Veränderung geht einher mit der Zusammenlegung der drei Unternehmen Directories (Telefonbuch), LTV (Gelbe Seiten) und Local.ch (Web). Seit dem siebten Februar bietet die aufgewertete Entität Local.ch damit alle Dienstleistungen der drei Unternehmen aus einer Hand. CEO des neuen Konstrukts ist Edi Bähler. Er leitete zuletzt den Bereich Customer Experience Design im Privatkundensegment bei Swisscom.
Für den Kunden soll damit vor allem eine Vereinfachung einhergehen. «Bisher liefen Einträge wie Name, Adresse und Ort über Directories. Werbung und Inserate hingegen nur über LTV. Ein Kunde hatte also zwei Ansprechpartner für ein Produkt. Das hört jetzt auf», so Christian Weber, Leiter Kommunikation bei Local.ch. Somit ist der Zusammenschluss nur die logische Konsequenz.


Alte Fehler nicht wiederholen

Dabei ist die Geschichte dieses Unternehmenskomplexes nicht völlig konfliktfrei: Historisch entstand Local.ch nämlich aus einer gewissen Unzufriedenheit bei LTV mit den Webaktivitäten von Directories. Wichtig hier: Sowohl LTV als auch Directories sind Joint Ventures von Swisscom und Publigroupe. Dabei wird LTV von Publigroupe dominiert, während Swisscom bei Directories das Sagen hat. LTV also hatte andere Vorstellungen von der Zukunft des Webs und setzte diese dann über die neue Tochter Local.ch um. Über die nächsten anderthalb Jahre lief Local.ch Directories den Rang ab, so dass schliesslich die Entwicklung bei Directories eingestellt wurde. Seitdem greift man bei Directories nur noch auf die Funktionalität von Local.ch zu.
Online nahm man den aktuellen Zusammenschluss bereits vor drei Jahren vorweg, als die Online-Aktivitäten bei Local.ch zusammengefasst wurden und das Unternehmen eine hundertprozentige Tochter von Directories wurde. «Wir merkten schon damals, dass Directories kein Online-Brand ist», so Weber.
 
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