«Plötzlich wollte ich auch programmieren können»

«Plötzlich wollte ich auch programmieren können»

6. Februar 2011 - So ganz genau weiss Isabel Züger auch heute noch nicht, warum Sie Informatikerin geworden ist. Aber sie weiss genau, dass dies der Beruf ist, in dem sie mit viel Spass arbeitet. Im Gespräch mit dem SwissICT Magazin hat sie ihre Begeisterung nicht verbergen können. Ihr Tipp an angehende Lehrlinge: die Augen offen halten und sich nicht auf einen Beruf versteifen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/01
Isabel, Sie haben Ihre 4-jährige Lehre als Informatikerin mit eidg. Fähigkeitszeugnis erfolgreich abgeschlossen. Was haben Sie während der Ausbildung gemacht?

Informatik ist ein vielfältiger Beruf. Man unterscheidet zwischen Applikationsentwicklung, Systemtechnik und Support. Zu meinen Aufgaben als Applikationsentwicklerin in meinem Lehrbetrieb gehörten produktives Programmieren, Zeitplan erstellen, Anforderungen erfassen, Testen und viele kleine Aufgaben. Ich hatte das Glück, in meinem Lehrbetrieb sehr gefordert zu werden und konnte viele Erfahrungen in Kundenprojekten sammeln. Zudem konnte ich eine sehr praktisch-orientierte Lehre geniessen, während andere Mitschüler die ersten Jahre der Lehre auch im Betrieb schulisch-orientiert arbeiten durften.
Welche Arbeiten haben Ihnen am besten gefallen?

Zu meinen liebsten Aufgaben gehörte natürlich das Programmieren. Doch auch vorbereitende Aufgaben wie Zeitplan oder Konzeptentwurf bereiteten mir viel Spass, weil ich gerne Probleme löse und verschiedene Lösungswege suche. Dies passt genau auf meinen Beruf und ich habe deshalb auch viel Spass während der Arbeit.

Wie wurde Ihr Interesse an der Ausbildung zur Informatikerin geweckt?

Diese Frage kann ich heute noch nicht richtig beantworten. Zuerst wollte ich mich eigentlich als Fotofachfrau bewerden. Als ich jedoch auf meine Bewerbungen keine Rückmeldbung bekam und keine weiteren Lehrstellen offen waren, suchte ich weiter. Schon mein Vater und mein Bruder waren von der Informatik angetan. Mein Bruder besuchte die Informatikmittelschule. Wahrscheinlich hat er mich mit seiner Begeisterung angesteckt. Ich wollte plötzlich auch programmieren können. So fing ich an, Bewerbungen auf diesen Beruf zu schreiben und landete schlussendlich bei Noser Engineering.

Wie lange dauerte Ihre Ausbildung?

Die Ausbildung dauerte vier Jahre. Ich hatte während dieser vier Jahre immer an zwei Tagen Schule und an drei Tagen war ich im Betrieb. Im Betrieb konnte ich wirklich viel praktisch arbeiten. Bei neuen Themen gab es zuerst eine kleine Einführung vom Lehrmeister, jedoch durfte ich danach viele Übungen machen. In der Schule war es ähnlich. Nur hatten wir etwas mehr Theorie. Wir konnten aber auch dort viele kleine Projekte durchführen.
 
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