Der Heiz-(Alp)Traum

Der Heiz-(Alp)Traum

26. November 2010 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/12

Die Abwärme eines Rechenzentrums kann – zumindest teilweise – zur Beheizung eines Gebäudes genutzt werden. Unter dem Schlagwort Green IT sorgen entsprechende Meldungen immer wieder für Schlagzeilen. Worüber aber niemand spricht, ist, was passiert, wenn das Rechenzentrum auszieht. Jemand, der damit Erfahrung gemacht hat, ist die Firma Nussbaum Verwaltungen.


In einem Geschäftshaus der Immobilienverwaltung im Zürcher Binz-Quartier hat 2003 eine Tochtergesellschaft eines Detailhandels-Konzern eine Rechenzentrums-Infrastruktur installiert. Etwa 60’000 Franken wurde in eine Wärmerückgewinnungsanlage investiert, um den Server-Raum zu kühlen. An diesen Kosten hat sich die Eigentümerin zur Hälfte beteiligt, wie Colin Nussbaum, Besitzer von Nussbaum Verwaltungen, berichtet. Die Verwandlung vom Luftschutzkeller in ein Rechenzentrum erfolgte durch den Mieter mit aller notwendigen technischen Infrastruktur.



Warmes Wasser dank RZ

Der Server-Raum bringt bei Vollleistung etwas über 175’000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Diese Kilowattstunden werden permanent abgegeben. Deshalb wird damit nicht nur ein Teil des Heizsystems (Vorlauf) vorgewärmt, sondern auch das Warmwasser. «Wir gehen davon aus, dass rund die Hälfte der 175’000 kWh im Heizsystem eingesetzt werden kann», so Nussbaum. Dies bringe beim Gaspreis von Erdgas Zürich von 6 Rappen pro kW eine Einsparung von 5250 Franken. Der effektive Gasverbrauch mache etwa drei Viertel des Rechnungsbetrages aus. Der Rest falle für den Leistungspreis an. «Es geht jedoch nicht nur um Geld sondern auch um die Einsparung von etwa 16 Tonnen CO2-Ausstoss pro Jahr», betont Nussbaum.



 
Seite 1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Wie hiess im Märchen die Schwester von Hänsel?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER