Das PDF-Format zeigt seine Schokoladenseite

Das PDF-Format zeigt seine Schokoladenseite

26. November 2010 - Für Version X hat Adobe der Acrobat-Software ein neues Kleid verpasst – die zahlreichen Funktionen werden dem Anwender nun übersichtlich präsentiert.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/12
Beispiel aus der Tool-Palette: Die Kommentarwerkzeuge. (Quelle: Vogel.de)

Bei der Entwicklung von Acrobat X hat Adobe laut eigener Aussage das Ziel verfolgt, den weltweiten Austausch von Informationen über Dateiformate, Systemplattformen und Geräte hinweg weiter zu vereinfachen. Dazu wartet die jüngste Acrobat-Generation mit Neuerungen und Verbesserungen in den vier Hauptbereichen Oberfläche, PDF-Portfolios, Automatisierung und Sharing auf.



Vier Produktvarianten

Acrobat X ist in vier Varianten erhältlich. Zunächst hat der Hersteller natürlich den kostenlosen Reader so erweitert, dass er mit Neuerungen wie interaktiven Inhalten in PDF-Dateien umgehen kann – er heisst nun sinngemäss Adobe Reader X. Zum Erstellen und Bearbeiten von PDF-Dateien dienen die Pakete Acrobat X Standard und Professional. Die beiden Ausgaben unterscheiden sich im Funktionsumfang; Acrobat Standard verzichtet auf Features wie Einbinden von Rich-Media-Inhalten, Erstellen von PDFs für die Druckvorstufe oder die in der neuen Version verbesserte Funktion für das permanente «Schwärzen» von vertraulichen Textstellen vor der Publikation.


PDF-Portfolios lassen sich nur mit dem Professional-Paket zusammenstellen, und auch der Livecycle Designer ES2 zum Gestalten von Formularen ist nur im Professional-Paket enthalten. Ebenfalls der Pro-Variante vorbehalten sind sind die neuen Möglichkeiten von Acrobat X zur Automatisierung häufiger Arbeitsabläufe. Kurz: Für fast alle fortgeschrittenen Aufgaben braucht es die rund 300 Franken teurere Pro-Variante, die wir für diesen Test näher unter die Lupe genommen haben.


Ganz neu ist die Acrobat X Suite, die weitere Komponenten rund um die Arbeit mit PDFs enthält. Die Suite kombiniert den vollen Umfang von Acrobat X Professional mit der Bildbearbeitung Photoshop CS5, dem Authoring-System Captivate 5, dem Powerpoint-to-PDF-Konverter Presenter 7 und dem Media Encoder CS5 zur Formatumwandlung von Multimedia-Dateien. Da verschiedene dieser Komponenten nur für Windows existieren, gibt es auch die Acrobat X Suite nur in einer Windows-Version.


Das Thema «Windows versus Mac» wird bei Acrobat-Anwendern auf der Mac-Plattform übrigens nach wie vor zu Diskussionen Anlass geben. Nicht nur die Suite gibt es nur für Windows, auch einzelne Funktionen von Acrobat Professional sind nur in der Windows-Version verfügbar. Insbesondere der Livecycle Designer ES2 existiert nicht in einer Mac-Version. Zwar beherrscht auch die Mac-Ausgabe von Acrobat X die Erkennung von Formularfeldern in gescannten Formularen und enthält wie die Windows-Version Tools zum Erstellen zusätzlicher Felder – aber Acrobat selbst bietet bei weitem nicht alle Feldtypen und Verarbeitungsmöglichkeiten des Livecycle Designers. So lassen sich nur mit dem Livecycle Designer Bildfelder erstellen, die beim Ausfüllen des Formulars mit einem Bild beschickt werden können – nützlich zum Beispiel für eine generische Produktspezifikation, die später individuell mit den Produktdaten samt Bild ergänzt werden und gedruckt werden soll. Eine gute Nachricht indes gibt es auch von der Mac-versus-Windows-Front: Die Oberfläche kommt auf beiden Plattformen im absolut identischen Erscheinungsbild daher.



 
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