Multitasking-NAS

Multitasking-NAS

26. November 2010 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/12
(Quelle: Vogel.de)

NAS-Hersteller Synology hat sein neues Betriebssystem Diskstation Manager (DSM) 3.0 veröffentlicht. Swiss IT Magazine hatte Gelegenheit, das OS zusammen mit der Diskstation (DS) 210+ zu testen. Zum Einsatz kam das NAS als Datei- und Medien-Server. Die DS 210+ (509 Franken ohne HDs) bietet Platz für zwei 3,5-Zoll-SATA-Harddisks mit je bis zu 2 TB Speicherplatz, die man im RAID-Modus laufen lassen kann. Angetrieben wird das NAS von einem Prozessor mit 1,06 GHz und 512 MB RAM. Weiter verfügt das Gerät über einen Gigabit-Ethernet-Anschluss, einen eSATA-Port und drei USB-2.0-Anschlüsse. Das NAS ist trotz Lüfter kaum hörbar.


Das NAS ist schnell in Betrieb: Man verbindet das Gerät mit Strom und Netzwerk und startet auf einem PC im selben Netz das mitgelieferte Installationsprogramm. Dieses installiert einen Explorer, der das NAS im Netzwerk zeigt. Mit einem Klick auf die DS210+, die sofort gefunden wird, öffnet sich ein Browser-Fenster mit dem DSM 3.0.


Das neue OS verfügt über ein User Interface, das sich bewusst an Desktop-Betriebssystemen wie Windows orientiert. Man kann, und das ist laut Synology einzigartig, mehrere Programme gleichzeitig öffnen, also Multitasking betreiben. Das vereinfacht die Arbeit deutlich. Das NAS ist zwar schnell in Betrieb, länger dauert aber die Konfiguration, zumindest als Synology- und NAS-Anfänger. Synology bietet mit dem DSM 3.0 zwar sehr viele tolle Konfigurationsprogramme und Funktionen, nur muss man die erst finden und dann auch richtig einsetzen. Nach ein bisschen Tüfteln und Konsultieren des Wiki der Synology-Fangemeinde lief der Datei-Server dann und der Zugriff aus dem Heimnetzwerk sowie von extern via Browser funktionierte.


Das NAS ist dank UPnP- und DLNA-Unterstützung aber mehr als nur ein Dateiserver. Es wird von anderen Multimedia-Geräten im Netzwerk (TV, PS3 etc.) automatisch als Medien-Server erkannt und dem Streaming von Musik, Fotos oder Videos steht nichts im Weg, wenn man die richtigen Ordner und Dateiformate wählt. Selbst auf Smartphones funktioniert das Streamen dank iOS- und Android-Apps. (Michel Vogel)



(mv)

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