Sender-ID-Gruppe MARID eingestellt

Die Arbeitsgruppe MARID, die sich um einen Anti-Spam-Standard kümmern sollte, schmeisst den Bettel hin.
23. September 2004

     

Um dem Spam-Problem Herr zu werden, hatte die Internet Engineering Task Force (IETF) die Arbeitsgruppe MARID eingesetzt. MARID sollte sich darum kümmern, dass ein Standard zur Überprüfung der Absender-Identität bei Mails eingeführt wird. Jüngst machte die Gruppe Schlagzeilen, als sie Microsofts System-Vorschlag aufgrund von Patent-Ansprüchen zurückwies. Nun wird MARID und somit auch die Arbeit am Standard eingestellt. Offenbar hat es innerhalb der Gruppe grundlegende Differenzen über die Vorgehensweise gegeben. Jede diskutierte Lösung hätte Vor- und Nachteile, was dazu führte, dass man sich nicht auf ein Vorgehen einigen konnte. Auch technische Probleme wie die ungeklärten Lizenzansprüche von Microsoft hätten zum Scheitern geführt.
Es sei wohl das Beste, dass die verschiedenen Ansätze zuerst separat von den einzelnen Entwicklern vorangetrieben und dann beim IETF eingereicht werden. Offenbar brodeln jetzt im MARID- und im IETF-Umfeld heftige Diskussionen, warum das Ganze gescheitert ist, wo die Fehler liegen und wie man sich trotzdem auf einen Anti-Spam-Standard einigen kann. (mw)



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