Keine Spur vom elektronischen Jihad

Meldungen über einen Angrif auf das Internet stellen sich als heisse Luft heraus.
26. August 2004

     

In den letzten Tagen hatten Gerüchte über einen für heute bevorstehenden Grossangriff von islamistischen Terroristen auf das Internet die Runde gemacht. Alles heisse Luft – wie sich jetzt zeigt. Die aufgeblähte Geschichte hatte ihren Anfang vor ein paar Tagen genommen, als die Virenschutz-Firma Kaspersky Labs vage Andeutungen machte, auf islamistischen Websites seien Informationen über einen bevorstehenden "Electronic Jihad" im Internet aufgetaucht. Dieser sollte sich am 26. August gegen Israel abspielen. Nun: Wie schon oft vorher in solchen Fällen ist überhaupt nichts passiert. Frühere "Cyber-Wars" haben laut dem englischen Newsdienst The Register denn auch höchstens "eine oder zwei verunstaltete Websites" als Resultat gezeitigt. Heute nimmt Kaspersky Labys in einem Statement Stellung zum angeblichen islamistischen Cyber-Grossangriff: "Kaspersky Lab glaubt nicht, dass etwas grosses passieren wird, ist aber für alle Fälle gerüstet. Wie auch immer ist Kaspersky besorgt darüber, dass jetzt zum erstenmal der Begriff elektronischer Jihad verwendet wurde, der impliziert, dass arabische Hacker eine agressive Attacke vorbereiten könnten", heisst es da.
(mw)


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