"Longhorn" soll aus Komponenten bestehen

Microsoft wird "Longhorn" in einzelnen Teilen ausliefern, die dann je nach Endgerät zusammengefügt werden.
28. Mai 2003

     

Microsofts nächstes Windows-Betriebssystem, das bislang den Codenamen "Longhorn" trägt, verfolgt bei seinem Aufbau einen völlig neuen Ansatz. So soll "Longhorn" aus verschiedenen Komponenten bestehen, die dann je nach Endmarkt sowie Hardware beziehungsweise Endgerät zusammengefügt werden. Damit vertieft Microsoft den Windows-Everywhere-Ansatz weiter, der bereits mit Windows XP (Windows XP Home, Professional, Embedded, Tablet PC Edition, Media Center Edition) hinreichend praktiziert wurde. Rund 95 Prozent der Schlüsselfunktionen von "Longhorn" werden in einem Basic-Software-Kern enthalten sein. Der Rest kann dann je nach Bedarf zugefügt werden, und zwar direkt vom Hardware-Hersteller. So kann beispielsweise ein deutscher PC-Hersteller das deutsche Multi-Lingual User Interface (MUI) dem "Longhorn"-Kern zufügen, oder ein asiatischer Tablet-PC-Hersteller ergänzt den Kern um die entsprechenden Tablet-PC- und Sprach-Module. Das Ganze soll durch ein neues Feature namens Component Management Interface (CMI) verwaltet werden. Apple benutzt ein ähnliches modulares System für die Lokalisierung des Mac OS X. (mw)


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