Studie: Bezahl-Content kaum von Erfolg gekrönt

Laut einer Prognos-Studie haben breit gefächerte Bezahl-Inhalte im Internet kaum Chancen, auf Akzeptanz zu stossen.
22. März 2002

     

Immer mehr Anbieter versuchen, ihren Content kostenpflichtig zu machen. Die prominentesten Vertreter hierzulande sind die beiden Tageszeitungen "Tages Anzeiger" und "NZZ" mit ihren kostenpflichtigen Archiven. Jetzt haben die Schweizer Markforscher von Prognos eine Studie herausgebracht, die sich unter anderem auch mit diesem Thema befasst. Die Marktforscher sind der Meinung, dass Pay-Content höchstens bei Nischen-Content erfolgreich sein könne. Jedoch werde der User kaum bereit sein, für breit gefächerte Inhalte Geld springen zu lassen. Die Taktik sei auch gefährlich, denn mit Pay-Content werde der User verärgert und der Site der Rücken zugekehrt. Langfristig würden aber die Einnahmen aus der Werbung diejenigen der Gebühren bei weitem übersteigen. Die Verfasser sehen aufgrund des Portalsterbens auch neue Chancen für Content-Anbieter, User auf ihre Sites zu locken. Sie gestehen aber auch ein, dass der schlechte Werbemarkt derzeit sicher seine Spuren hinterlasse.
Die Studie kommt ausserdem zum Schluss, dass sich das Internet als viertes Medium neben Fernsehen, Printmedien und Radio etabliert hat und bis 2005 zum viertwichtigsten Werbeträger im deutschsprachigen Europa wird. (mw)



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