Wikipedia friert Texte ein

Als Reaktion auf eine Affäre um einen bewusst falsch verfassten Eintrag führt das Online-Lexikon Wikipedia unter anderem feste Versionen der Artikel ein.
20. Dezember 2005

     

Das Jekami-Internet-Lexikon (Jeder kann mitmachen) führt Qualitätssicherungsmechanismen ein. So wird es künftig neben der Live-Version, die dauernd von jedermann verändert werden kann, eine feste Version geben. Für diese werden die Texte eingefroren und so überprüft, dass man in sie Vertrauen haben könne, wie Wikipedia-Gründer Jimmy Wales gegenüber der "Financial Times" ankündigte. Im weiteren soll im Januar eine Zeitverzögerung von etwa 10 Minuten zwischen dem Eintrag und seiner Live-Schaltung eingeführt werden. Auf diese Weise will man verhindern, dass unbeabsichtigter Weise unvollständige oder falsche Texte veröffentlicht werden. Die Qualität von Wikipedia war in Zweifel gezogen worden, nachdem ein US-Journalist und ehemaliger Kennedy-Berater in seiner Biographie falsche Informationen zu seiner Person gefunden hatte. Diese hatte ein Dritter aus "Spass" in die Enzyklopädie geschrieben. Inzwischen hat aber eine Untersuchung des Wissenschaftsmagazins "Nature" gezeigt, dass Wikipedia in Sachen Inhaltsqualität durchaus mit renommierten Lexikas wie der Encyclopedia Britannica mithalten kann.



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