Verizon übernimmt MCI

Nach einer dreimonatigen Bieterschlacht hat Qwest-Chef Richard Notebaert das Handtuch geworfen.
3. Mai 2005

     

Der Übernahmepoker um den US-Carrier MCI ist beendet. Der New Yorker Telekomriese Verizon hat den Mitbieter Qwest ausgestochen. Verizon bezahlt 26 Dollar pro Aktie, was einer Gesamtkaufsumme von 8,44 Milliarden Dollar entspricht. Damit liegt der Schlusspreis rund 25 Prozent über dem anfänglichen Angebot vom Februar. Qwest seinerseits hat eigentlich mehr geboten – nämlich 30 Dollar pro Aktie oder insgesamt 9,74 Milliarden Dollar. Das MCI-Management um CEO und Ex-Compaq-Chef Michael Capellas empfahl aber den Aktionären, das Verizon-Angebot anzunehmen – offenbar weil Qwest finanziell weniger gut dasteht als Verizon. Daraufhin zog Qwest-Chef Richard Notebaert seine Offerte zurück. Es ist allerdings anzunehmen, dass er zusammen mit Konsumentenschutzorganisationen den Verizon/MCI-Deal mit Anti-Trust-Argumenten bekämpfen wird. Weil sowohl die MCI-Aktionäre als auch die Regulierungs-Behörden die Übernahme noch absegnen müssen, mochten die Verizon-Oberen ihren Sieg noch nicht öffentlich feiern.


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