E-Government: Stagnation auf breiter Front

Laut der Hochschule St. Gallen drohen der Schweiz schmerzhafte Standortnachteile, wenn nicht endlich eine E-Government-Strategie formuliert und umgesetzt wird.
22. März 2005

     

Die Universität St. Gallen hat zum dritten Mal ihr E-Government-Barometer veröffentlicht, das den Stand der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen in der Schweiz erhebt. Das niederschmetternde Resultat: In den vergangenen zwei Jahren hat sich auf breiter Front wenig bis nichts bewegt. In der gleichen Zeit haben die restlichen Länder Europas erhebliche Fortschritte erzielt. Unserem Land drohen darum erhebliche wirtschaftliche Standortnachteile, wenn nicht schnell eine nationale Strategie formuliert und auch umgesetzt wird, so Studienleiter Kuno Schedler. Die Schweiz wirke von aussen (über das Internet) für internationale Interessenten unzugänglich, mittelmässig koordiniert und organisiert sowie gleichgültig gegenüber einem modernen Auftritt. Nötig sind gesetzliche Änderungen, wie eine Anpassung des Datenschutzes, damit ein eindeutiger Personenidentifikator möglich wird, zentrale Register und eine PKI (Public Key Infrastructure). Um dies zu erreichen, muss die Politik endlich die Bedeutung von E-Government erkennen und ihre Führungsrolle wahrnehmen. Vorbild ist - wie auch im Skifahren - Österreich, das in wenigen Jahren durch die Umsetzung genau dieser Punkte aus dem Mittelfeld an die Spitze der europäischen Staaten vorgerückt ist.



Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Wieviele Zwerge traf Schneewittchen im Wald?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER