Diesel fürs Notebook

US-Forscher haben den Forschungsprototypen eines Miniatur-Dieselantriebs vorgestellt, der in Zukunft mobile Geräte mit Energie versorgen soll.
22. Oktober 2004

     

Die Energieversorgung ist der Pferdefuss aller mobilen Geräte. Miniatur-Dieselmotoren könnten die Lösung des Problems sein. Forscher des amerikanischen Georgia Institute of Technology haben den Forschungsprototypen einer solchen Kleinst-Verbrennungsmotors vorgestellt. Der Strom wird dabei von einem etwa einen Penny grossen Rad erzeugt, das aus vier abwechselnden magnetischen Sektionen aufgebaut ist. Im Versuch wurde eine Leistung von 1,1 Watt erreicht – genug, um ein Handy zu betreiben. Das Magnetrad dreht sich dafür mit horrenden 100'000 Umdrehungen pro Minute. Eine Mini-Verbrennungskammer für den Radantrieb wurde schon früher entwickelt. Und auch die Fertigungstechnik ist schon weit fortgeschritten: Alle Komponenten können in herkömmlichen Siliziumwaferverfahren hergestellt werden. Als nächstes wollen die Forscher die einzelnen Komponenten auf einem Siliziumstück integrieren und die Leistung verbessern. Grosses Interesse an der Entwicklung zeigt unter anderem auch die US-Armee.



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