China setzt Standards

China setzt Standards

6. August 2004 - China ist nicht mehr bloss ein Produktionsland, sondern setzt immer mehr auch die technischen Standards. Deloitte & Touche rät westlichen IT-Herstellern zur Kooperation.
China wird häufig als reines Produktionsland missverstanden, so eine Analyse der Berater von Deloitte & Touche. Dabei setze das Reich der Mitte immer häufiger technische Standards. Deloitte und Touche spricht gar von einer chinesischen Standard-Revolution. Der stark wachsende, grosse Heimmarkt der chinesischen Hersteller und ihre starke Präsenz auf fast allen Weltmärkten dank tiefer Produktionspreise führen dazu, dass chinesische Standards sich immer häufiger durchsetzen. Westlichen Herstellern raten die Berater darum, mit chinesischen Partnern zu kooperieren, wenn sie nicht dank grossen Marktanteilen in China die Standards selber setzen können. Ansonsten drohen sie, im Reich der Mitte an den Rand gedrängt zu werden.
Die chinesische Führung ist sich offensichtlich der steigenden Bedeutung ihres Heimmarktes bewusst. Bereits in 10 Jahren soll im 1,3-Milliarden-Menschen-Land mehr IT-Umsatz erzielt werden als in den USA. Darum hat sie schon vor einiger Zeit angefangen, zum Beispiel auch für UMTS einen eigenen Standard zu entwickeln.

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