Microsoft für einmal mit vorauseilendem Gehorsam

Microsoft hat bekanntgegeben, "freiwillig" einige Sanktionen aus dem Vergleich mit dem US-Justizministerium bereits jetzt akzeptieren zu wollen.
5. August 2002

     

Der Vergleich aus dem mittlerweile vier Jahre andauernden Wettbewerbsprozess ist noch nicht offiziell von Richterin Colleen Kollar-Kotelly bestätigt. Dennoch gaben die Redmonder bekannt: "Microsoft hat zugestimmt, einige der Massnahmen zu implementieren, solange das Verfahren noch am Laufen ist."
Den Hintergrund bildet ein Katalog, der schon im November letzten Jahres mit dem Justizministerium ausgehandelt wurde. Allerdings wollen diesen nur neun der 18 klagenden Bundesstaaten restlos akzeptieren. Der Katalog beinhaltet die Möglichkeit für PC-Hersteller, vorab Programme ihrer Wahl zu installieren. Auch die Offenlegung von Schnittstellen in der Middleware und der Spezifikation der Server von Microsoft sind im Katalog enthalten. Die Forderungen nach einer Modularisierung des Betriebssystems Windows oder nach der Offenlegung des Quellcodes hatte Microsoft allerdings rundweg abgelehnt.
Neun Bundesstaaten drängen noch immer auf härtere Massnahmen und sähen es lieber, wenn Microsoft in einem eigenen Verfahrensteil zur Bereitstellung einer abgespeckten Version seines Betriebssystems gezwungen würde.


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