Tvista - Tuning für Vista

Deutliche Leistungssteigerungen sind zwar nicht zu erwarten, aber Tvista bringt durchaus einige sinnvolle Tools in Windows Vista.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2007/17

     

Mit Windows Vista hat Microsoft zahlreiche neue Funktionen eingeführt, die sich – wie InfoWeek schon mehrfach zeigte – keineswegs nur auf die schicke Oberfläche beschränken. Dazu hat sich teilweise auch die Bedienung geändert – erfahrene Administratoren und Power-User sind verschiedentlich zum Umdenken gezwungen, und alte Tricks zur Systembedienung und -optimierung funktionieren teils gar nicht mehr oder erfordern neue Lösungswege. Da kommen Toolsammlungen wie Tvista von Data Becker natürlich gerade recht, versprechen sie doch nicht nur eine Leistungssteigerung des Systems, sondern auch die einfache Bedienung und Optimierung von versteckten und «geheimen» Systemfunktionen per Mausklick statt umständlichem Registry-Hack.


Intuitive Oberfläche

Die Installation von Tvista geht problemlos vor sich. Während dem Setup wird die Möglichkeit geboten, Updates und zusätzliche Funktionen herunterzuladen und damit auch nach dem Kauf die Leistungsfähigkeit zu erhöhen.
Für die Bedienung hält sich Tvista an die neue Ribbon-Oberfläche von Office 2007, was eine schnelle und problemlose Einarbeitung in die zahlreichen Funktionen ermöglicht. Von Vorteil ist dabei sicher auch, dass die Startseite direkten Zugriff auf alle Features bietet. Damit gelingt auch unerfahrenen Anwendern die schnelle Nutzung der Funktionen, nicht zuletzt auch deshalb, weil schon im Überblick aussagekräftige Erklärungen zum Einsatz und den Resultaten einer Funktion angezeigt werden. Fortgeschrittene User können über das Ribbon schnell auf ein bestimmtes Feature zugreifen, zusätzlich gibt es einen «Feature Finder».



Tvista bietet im Auslieferungszustand nicht weniger als 34 verschiedene Bereiche, in denen Tweaks und Änderungen möglich sind. Gruppiert sind diese in die sechs Kategorien «Säubern & Wiederherstellen», «Verwalten», «Optimieren», «Informieren», «Beschleunigen» und «Individualisieren». Die Auswahl an Tools reicht dabei von der Defragmentierung über verschiedene Manager für Dienste, Autostart- und Uninstall-Programme bis hin zu Einstellungsmöglichkeiten für Internet Explorer und UAC (Benutzerkontensteuerung). Der Witz dabei: Fast alle Möglichkeiten von Tvista findet man auch sonst im System, wirklich «geheime» Funktionen gibt es nur wenige; aber mit Tvista sind die verstreuten Funktionen wesentlich schneller erreichbar. Dazu installiert Tvista aber auch einige zusätzliche Tools wie ein Undelete-Programm für Dateien und einen Datenschredder – letzterer wird sogar ins Kontextmenü des Explorers integriert.


1-Klick-Optimierung

Insgesamt funktionieren die Tools von Tvista einwandfrei und bringen auch die erwarteten Resultate. Mit Abstrichen gilt das auch für die Beschleunigungs-Tools, zwei Defragmentierer und ein RAM-Optimierer, der den Speicher von Überresten nicht mehr ausgeführter Programme befreit. Hier sind nämlich einerseits kaum spürbare Effekte zu erhalten, andererseits ist aber die Defragmentierung von Festplatte und Registry an sich keine schlechte Idee.
Für einen möglichst einfachen Durchlauf der wichtigsten Aufgaben gibt es die 1-Klick-Optimierung. Diese bietet sieben Tools, die nach einem Batchverfahren automatisch oder auch manuell gestartet werden können.




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