Fit am Bildschirmarbeitsplatz

Fit am Bildschirmarbeitsplatz

22. Oktober 2004 - Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz ist ein Dauerbrenner. Korrekte Einstellungen am Mobiliar und genügend Bewegung helfen gegen körperliche Beschwerden.
Artikel erschienen in IT Magazine 2004/19

Die verschiedenen Initiativen und Kampagnen zur Verbesserung der Ergonomie am Arbeitsplatz, die unter anderem die Suva (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt) und das seco (Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft) in den vergangenen Jahren durchgeführt haben, beginnen Früchte zu tragen. Zahlreiche Firmen haben damit begonnen, ihre Bildschirmarbeitsplätze nach den neuesten Erkenntnissen einzurichten, die meisten Hersteller von Bürointerieur sind stolz auf ihre ergonomisch korrekten Möbellinien, und viele Arbeitnehmer sind sich ihrer Eigenverantwortung klar und suchen nach Möglichkeiten zur Optimierung ihres Arbeitsplatzes. Eigentlich eine erfreuliche Entwicklung.





Zu denken gibt allerdings, dass die Zahl der Absenztage, die auf vom Arbeitsplatz verursachte Gesundheitsprobleme zurückzuführen sind, seit Jahren kaum abnimmt – im Gegenteil. Immer mehr Bildschirmarbeiter beklagen sich über gesundheitliche Störungen wie Rückenschmerzen, Augenbrennen, verspannte Nackenmuskulatur oder Kopfschmerzen, und das trotz technisch ausgereifter Arbeitsplätze. Wenn man bedenkt, dass rund 95 Prozent der Personen, die arbeitsbedingt an Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich leiden, ihren Beruf am Computer ausüben, ist der Kausalzusammenhang offensichtlich.


Möglichkeiten nutzen

Das zeigt vor allem eines: Mit der Anschaffung von ergonomisch optimierten Geräten und vielfältig verstellbarem Mobiliar allein ist noch nichts erreicht. Die verbesserte Einrichtung muss auch korrekt genutzt werden. So stellt etwa die Suva fest, dass mittlerweile viele Unternehmen auf modernes Mobiliar und Arbeitsmaterial setzen, dessen Möglichkeiten aber nicht richtig anwenden. So nützt es beispielsweise wenig, wenn zwar in der Höhe anpassbare Schreibtische angeschafft, aber nur im unangepassten Lieferzustand verwendet werden. Ein weitverbreitetes Beispiel ist auch der Bürostuhl mit allen möglichen (ungenutzten) Schikanen, bei dem die Bedienungsanleitung noch Jahre nach der Lieferung fein säuberlich in Plastik verschweisst an der Rückenlehne hängt.

 
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