Zoomriese HP Photosmart 850

Zoomriese HP Photosmart 850

19. November 2002 - Eine lange Brennweite und ein tiefer Preis täuschen nicht über Unstimmigkeiten hinweg.
Artikel erschienen in IT Magazine 2002/41

Ist einer an digitalen Kameras interessiert, denkt er bei diesem Thema wohl nicht zuallererst an Hewlett-Packard - und wenn, wird der Name am ehesten mit günstigen, nicht allzu anspruchsvollen Digicams in Verbindung gebracht.
Dieses Vorurteil stimmt nur teilweise: Vergleichsweise günstig sind die Kameras des Branchenriesen tatsächlich, aber mit anspruchslos ist das neueste Topmodell, die Photosmart 850, keineswegs gleichzusetzen.


Grosser Zoombereich

Zu den hervorstechendsten Eigenschaften der 4-Megapixel-Kamera Photosmart 850 gehört sicherlich der grosse optische 8fach-Zoombereich von 37 bis 300 mm, der bei einer zwar nicht hervorragenden, aber tauglichen Lichtstärke von f2.8-3.1 realisiert ist. Ergänzt wird die optische Zoomleistung durch ein 7fach-Digitalzoom, und hier zeigt sich HP richtig innovativ: Statt wie sonst üblich einen Bildbereich zu interpolieren (und damit die Qualität zu verschlechtern), beschneidet die Kamera das Gesamtbild und speichert nur den gezoomten Bildausschnitt, was nicht nur eine insgesamt bessere Bildqualität gewährleistet, sondern auch Platz auf der Speicherkarte spart.



Leider haben die HP-Ingenieure der Photosmart 850 (wohl aus Preisgründen) keinen Bildstabilisator spendiert; gerade dieses Feature wäre bei derart langen Brennweiten, die kaum mehr aus der Hand zu halten sind, von hoher Praxistauglichkeit gewesen.



Bedingt durch die lange Brennweite verfügt die Photosmart 850 nicht über einen optischen, sondern über einen elektronischen Videosucher, der durch Sensoren automatisch aktiviert wird, sobald der Fotograf sein Auge an die Kamera hält - ansonsten lässt sich natürlich auch das eingebaute, hochauflösende Display als Sucher verwenden. Die Umschaltung zwischen den beiden Monitoren erfolgt annähernd verzögerungsfrei und hat sich in der Praxis als sehr tauglich erwiesen.



Auch die Zeit vom Einschalten der Kamera bis zur Aufnahme des ersten Bildes vergeht für eine Kamera, die ein langes Objektiv ausfahren muss, erfreulich schnell; keine Spitzenwerte erreicht die Photosmart 850 dagegen bei der Bildfolgezeit (rund 5 Sekunden) und bei der Auslöseverzögerung, die bei rund einer Sekunde liegt. Auch der Autofokus gehört mit Scharfstellzeiten von bis zu einer Sekunde nicht zu den schnellsten.



 
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