Israelische Verteidigungstechnik stürmt Speichermarkt

Israelische Verteidigungstechnik stürmt Speichermarkt

14. Oktober 2003 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2003/18

Das Speichergeschäft wird wie kaum ein anderer IT-Bereich von Firmen angetrieben, die als anfänglich kleine Innovatoren den Markt umkrempeln. EMC, Veritas, Network Appliances sind Beispiele solcher Erfolgsgeschichten. Jetzt setzt das ursprünglich israelische Start-up Cloverleaf (Kleeblatt) Communications zum Sturm auf den Speicherthron an.



Die martialischen Worte kommen nicht von ungefähr. Das heute im US-Bundesstaat Massachusetts beheimatete Unternehmen ist nämlich ein Spin-off der israelischen Rüstungsfirma ELTA und hat sein Know-how mit Speichersystemen fürs Militär gewonnen. Mit einem Appliance-basierten System soll die zentrale Verwaltung von verteilten, heterogenen Speicherressourcen möglich werden. Branchenkenner Steve Duplessie von der Enterprise Storage Group schwärmt: "Cloverleaf kann wortwörtlich praktisch alles, was vorstellbar ist."



Den Schleier über der Eier legenden Wollmilchsau des Speichergeschäfts wird Cloverleaf erst Ende Monat lüften. Was schon bisher bekannt ist, lässt aber aufhorchen. Das System besteht vor allem aus Software, die mit herkömmlichen Hardware-Komponenten zu einer 19-Zoll-Appliance gebündelt ist und zwischen den Speicher und den SAN-Switches plaziert wird.



Der grosse Vorteil von Cloverleaf: Das System lässt sich auf die bestehende Hard- und Software-Infrastruktur aufpflanzen. So werden die bisher getätigten Investitionen nicht einfach wertlos. Die Virtualisierungsmöglichkeiten übersteigen dabei alles bisher Gesehene bei weitem. "Sie sind Datacore gedopt", vergleicht Duplessie die Israeli mit dem Virtualisierungs-Pionier. Cloverleaf selber spricht von "3D Storage" und meint damit die Möglichkeit, auch entfernte SAN-Inseln in einem Speicher-Pool abstrahieren zu können. Dabei soll das System auch Quality-of-Service-Fähigkeiten bieten und besser skalieren als bisherige Lösungen.



Duplessie sieht Cloverleafs grösstes Problem derzeit darin, die vielfältigen Möglichkeiten des Systems in eine griffige Marketing-Botschaft zu verpacken.

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