Microsoft will .Net auch in Smartcards verbreiten


Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2004/21

     

Microsofts .Net ist in wesentlichen Teilen (C#) eine konzeptionelle Kopie von Suns Java. Kein Wunder also, wenn Chefarchitekt Bill Gates mit seiner Technologie die gleichen Geschäftsfelder anvisiert wie Sun. Jüngstes Beispiel ist eine .Net-basierte Smartcard von Axalto, der ehemaligen Smartcard-Abteilung des französischen Technologiekonzerns Schlumberger, mit der Microsoft künftig die sichere Authentifizierung im firmeneigenen Netzwerk sicherstellt.





Axaltos Cryptoflex .Net powered Card ist ein Angriff auf die von Sun forcierte Java Card Technology. Sun hat erst kürzlich gemeldet, dass inzwischen weltweit 750 Millionen Java-basierte Smartcards im Einsatz sind. Sie sind beispielsweise die Grundlage der SIM-Karten von GSM-Mobilfunkern oder der Kreditkarten von Visa und Mastercard.
Microsoft steht demgegenüber noch ganz am Anfang. Die Einführung für die hauseigene Authentifizierung ist die erste Enterprise-Anwendung einer .Net-basierten Smartcard überhaupt. Bill Gates scheint aber auch weniger die Mobilfunker oder Kreditkartenhersteller im Visier zu haben. Er will im Unternehmensumfeld mit den .Net-Smartcards die Passwörter ablösen.
Die sehr intelligente Axalto-Karte enthält eine abgespeckte Programmversion des .Net-Frameworks. Sie erlaubt eine wählbare Zwei-Faktor-Authentifizierung und ist über die Implementation der Cryptographic Services Architecture von .Net verschlüsselungsfähig. Die spezifischen Funktionen lassen sich ohne weiteres über die Standard-.Net-Programmierwerkzeuge definieren.




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