Ein reiches Land im hinteren Mittelfeld

13. August 2004

     

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit der grössten Computerdichte und den höchsten IT-Ausgaben pro Kopf. Hiesige Grosskonzerne wie Banken und Pharma-Unternehmen rühmen sich, dass ihre IT-Abteilungen zu den fortschrittlichsten der Welt zählen. Betrachtet man aber die Informatik der öffentlichen Hand und des Gesundheitswesens unseres Landes, fällt die Schweiz ins hintere Mittelfeld der Industrienationen ab. Kaum transaktionsfähige, uneinheitliche Behördenwebsites, wenige innerbehördliche Prozesse ohne Daten- und Medienbrüche, Dutzende von Praxislösungen, nicht kompatible Klinik- und mehrere Dutzend Rechnungsstellungssysteme für Arztrechnungen hinterlassen das Bild eines unkoordinierten Wucherns. InfoWeek hat in beiden Bereichen nachgefragt, wo die wichtigsten Ursachen für diese Defizite zu suchen sind. Sowohl bei E-Government wie bei E-Healthcare scheint für die schleppende Entwicklung unter anderem das Fehlen einer klaren nationalen Strategie verantwortlich zu sein. Projekte werden als Einzelfall zwischen den Beteiligten ausgehandelt. Ein nationaler Chief E-Government Officer könnte hier Abhilfe schaffen.





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