Algorithmen auf Sparsamkeit trimmen

6. Februar 2004

     

Multimedia auf dem Handy macht Spass - allerdings nur für kurze Zeit. Die heutigen Akkus können ein Smartphone mit hochauflösendem PDA-Display kaum einen Spielfilm lang am Leben halten. Für künftige 3G-Handys sind darum Stromspartechniken auf allen Ebenen gesucht. Das US-Startup PowerEscape packt das Problem am Algorithmus-Schopf. Schliesslich seien Kompressionsalgorithmen wie MP3, JPEG oder MPEG-4 für bis zu 90 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs verantwortlich, so PowerEscape.



Die eigentliche Energieverschwendung der Kompressionsverfahren liegt in der ineffizienten Schattenspeichernutzung. Hier setzt das Analyse-Tool von PowerEscape an. Es untersucht die Art und Weise, wie ein Algorithmus Daten zwischen CPU und den Level-1, -2 und -3 Cache-Speichern in einem bestimmten System hin- und herschiebt. Indem die Systembauer nun mit der Speicherarchitektur und dem Algorithmus-Code spielen, soll sich der Energieverbrauch um bis zu 80 Prozent senken lassen. PowerEscape will in zukünftigen Versionen eine automatische Code-Optimierung implementieren.




Entwickelt wurde das Analyse-Tool nicht im Silicon Valley, sondern in Belgien. Das Interuniversity Microelectronics Center in Leuven hat die Technik an PowerEscape im Austausch gegen Aktien lizenziert.





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