Strassenpreise - Käufer sind preisbewusster

Gemäss einer Studie von Context legen PC-Käufer seit ein paar Monaten mehr Wert auf günstige Preise als auf pure Leistung zum grossen Preis.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2005/06

     

Die Aussage einer Context-Studie, welche das Kaufverhalten von Computernutzern in den acht wirtschaftlich stärksten europäischen Ländern untersuchte, ist so einfach wie klar: Billig-PCs liegen im Trend. Während man in früheren Jahren kaum PCs unter der magischen 1000-Euro-Grenze gefunden hat und trotz Preisverfall die Anwender eher zu leistungsfähigeren denn zu günstigeren Maschinen griffen, hat sich das Blatt nun gewendet. Im letzten Quartal 2004 waren 29,8 Prozent aller PCs, die verkauft wurden, günstiger als 500 Euro. Dagegen waren nur noch 7 Prozent der verkauften PCs teurer als 1000 Euro. Ein Jahr zuvor sah es noch genau umgekehrt aus. Damals waren gut 21 Prozent der verkauften PCs teurer als 1000 Euro, die unter 500 Euro teuren Geräte konnten gerade einmal
8 Prozent Marktanteil für sich beanspruchen. Das beliebteste Preissegment liegt nach wie vor zwischen 600 und 800 Euro.





Die Tendenz zu immer günstigeren PCs spiegelt sich auch in den von InfoWeek erhobenen Strassenpreisen wider: Ob Komplettsystem, Server oder Einzelkomponenten, die Preise orientieren sich überall gegen Null. Besonders markant sind hier-bei die Abschläge bei den optischen Laufwerken, die um bis zu 19 Prozent im Vergleich zum Vormonat nachgaben, oder beim Arbeitsspeicher, den man bis zu 22 Prozent günstiger erhält. Bei den Festplatten fallen die Preisabschläge nicht ganz so markant aus, allerdings werden diese ebenfalls kontinuierlich günstiger. So haben zum Beispiel 2,5-Zoll-Modelle für Notebooks laut den Marktforschern von Context um 10 bis 30 Dollar seit November 2004 nachgelassen. Sie empfehlen denn auch vor allem Firmen, bei denen die Anschaffung von grösseren Mengen Notebooks ansteht, jetzt zuzugreifen. Wer 1000 Notebooks beschaffen muss, kann alleine durch die Abschläge bei den Festplatten eine ganze Stange Geld sparen.
Ebenfalls kaufen sollte, wer Interesse an günstigen Serial-ATA-Festplatten hat.






Modelle mit 120 GB sind bereits für 111 Franken (minus 8 Prozent im Vergleich zum Vormonat) erhältlich. Wer 250 GB zusätzlichen Speicher braucht, muss noch 200 Franken (minus 10 Prozent) auf den Tisch legen. Die Talsohle dürfte damit so ziemlich erreicht sein, da die Hersteller damit beginnen, ihre Lager zu räumen, um Platz für Serial-ATA-II-Festplatten zu schaffen, die langsam aber sicher das Licht der Welt erblicken. So hat Samsung als dritter Hersteller nach Hitachi und Excelstore an der Cebit erste Modelle mit dem schnellen Interface vorgestellt, das Durchsatzraten von bis zu 3 Gbps pro Sekunde ermöglicht. Zudem sieht Serial-ATA-II die Unterstützung von Native Command Queuing (NCQ) vor, das für eine höhere Leistungsfähigkeit der Festplatten sorgen soll. Allerdings ist zur Nutzung der Vorteile von Serial-ATA-II ein passendes Mainboard empfehlenswert. Und diesbezüglich sieht es noch trist aus: Bislang unterstützen
erst Mainboards mit Nvidias Nforce4-Chipsatz Serial-ATA-II.




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