Kein Netz im Osten


Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2008/03

     

Der nahe und mittlere Osten hat mit heftigen Problemen bei der Internet-Anbindung zu kämpfen. Beschädigungen bei mehreren Tiefseekabeln haben zu temporären Verlusten von bis zu 60 Prozent der normalerweise verfügbaren Netzkapazität geführt. Zuerst traf es Ende Januar zwei Kabel verschiedener Betreiber vor der Küste Ägyptens, die von Europa nach Fernost verlaufen. Nach ersten Berichten sollen sie ankernde Schiffe zerrissen haben, was aber von den ägyptischen Behörden dementiert wurde. In den ersten Februar-Tagen sind zwei weitere Kabel im persischen Golf beschädigt oder durch Probleme bei der Energieversorgung in Mitleidenschaft gezogen worden. Über die Ursache der ungewöhnlichen Häufung wird bei Redaktionsschluss noch heftig spekuliert. Die Vermutungen reichen von der Vorbereitung eines Militärschlags gegen den Iran bis hin zu missglückten Abhörversuchen des US-Geheimdienstes NSA. Klarheit wird man wohl erst nach Abschluss der Reparaturen erhalten, die sich aber durch schlechtes Wetter verzögert haben.




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